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Socke um Socke, doch die Sonne scheint weiter.

(Mein Freund der Ami - Teil 3)
Dass der Amerikanische Wahlkampf ein bisschen total bescheuert ist, haben die meisten Deutschen ja schon mitgekriegt. Aber auch hier in Germany verehren viele den Kandidaten der Demokraten wie den besten Knödelmacher der Stadt, obwohl Obama gar keine Knödel machen kann. Diese Obamania liegt vermutlich an Bush, den man hier ja wirklich hasst. Der Deutsche denkt sich eben einfach “Obama ist gegen Bush, also ist Obama gut.” und macht sich keine weiteren Gedanken über Sachen wie ein politisches Programm. Trotzdem gibt es natürlich einen Unterschied zwischen Repuplikanern und Demokraten, der nicht aus Stoffelefanten und Stoffeseln besteht. Sie haben verschiedene Ansichten und teilweise vollkommen anderer Ziele, was man am Beispiel Öl sehr gut auf einer vor kurzem geführten Debatte zu sehen bekam.
 
Dort sollten McCain und Obama ihre Vorstellung zur Energiepolitik erläutern. McCains Meinung war so, wie man sie erwarten konnte - repuplikanisch. “Wir müssen unbedingt versuchen unabhängig von Öl zu werden, das aus Ländern kommt, die unsere nationale Sicherheit gefährden. Ich denke dabei an Länder wir den Iran und den Irak!”
Wenn es also um Energie geht, hat Herr McCain wieder nur Krieg im Kopf. Trotzdem ist es verwirrend, dass er den Abbruch der Ölzufuhr aus dem Irak fordert - dann hätte Bush das Land doch gar nicht erst bombardieren müssen. Barack Obama meisterte die Frage da doch um einiges besser, indem er sie analytisch und selbstkritisch beantwortete: “Wir machen im Moment 25% des weltweiten Ölverbrauchs aus, stellen allerdings nur 3-4% des Rohstoffs her. Deshalb müssen wir dringend auf erneuerbare Energien setzen und unseren eigenen Ölverbrauch in Frage stellen.”
 
Selbstverständlich ist McCains Vorschlag auf kurze Sicht praktischer und für Amerika von größerem Vorteil - wenn man das Öl aus anderen Ländern klaut kommen lässt, muss man selbst weniger investieren. Allerdings kann man es dann doch auch weiter aus dem Irak holen, trotz der bösen Terroristen dort. Oder man setzt auf erneuerbare Energien, wie Obama es fordert. Dadurch wird man zwar zu größeren Ausgaben gezwungen, gleichzeitig kann man sich aber selbstständiger machen und das Öl anderen Leuten überlassen. Zudem sollten die Ausgaben wirklich nicht so schlimm sein, den Banken kann man ja auch problemlos den Arsch mit Kohle vollpumpen.

This entry was posted on Mittwoch, 22. Oktober 2008 and is filed under "Politik, Wirtschaft". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. You can leave a response here, or send a trackback from your own site.

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