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2008 31 Aug

Commerzbank kauft Dresdner Bank

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Der Deal zwischen der Dresdner Bank und dem Kommerzschrank ist heute für schlappe 9,8 Milliarden Euronen (scheiße, dafür könnte ich mir mindestens fünf iPhones kaufen) perfekt gemacht worden - das klingt doch richtig prima. 9000 Jobs wurden nebenbei auch gestrichen, aber wen juckt das? Dafür kriegen die Leute da oben bestimmt ein bisschen mehr Geld - der Handel ist also im Interesse aller Beteiligten abgeschlossen worden.
 
Ich habe ja wirklich nicht viel dagegen, wenn sich alles in der Geschäftswelt gegenseitig aufkauft, aber wieso muss das dann so vielen Angestellten den Job kosten? 9000 Stellen, das würde für unsere ganze Gemeinde reichen. Wissen die werten Herren, was sie da tun? Ja, natürlich, die Stellen sollen “sozialverträglich abgebaut werden”, wie es eben üblich ist, aber Fakt ist, dass sie abgebaut werden. Das wird den meisten betroffenen Familien schon genug Kummer bereiten.
 
In dieser großen weiten Welt läuft doch wirklich etwas falsch, oder verstehe ich das in meinen jungen Jahren nur nicht richtig? Es kann doch nicht sein, dass alle nur diesen bunten Scheinen hinterher rennen und dafür auch über die Lebensgrundlagen anderer Menschen hinwegsehen. Das kann einfach nicht sein.
 
Quelle: Spiegel Online

This entry was posted on Sonntag, 31. August 2008 and is filed under "Doofsinn & Blödkram, Wirtschaft". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. You can leave a response here, or send a trackback from your own site.

3 Kommentare

  1. Leckii:

    Dazu ein Zitat aus meinem Lieblingsbuch:

    “Dieser Planet hat - oder besser gesagt, hatte - ein Problem:
    die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meistens um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.”
    (Douglas Adams - Per Anhalter durch die Galaxis)

    Betrachtet man die Sache Wirtschaftlich hat die Commerzbank ein tolles Geschäft abgeschlossen.
    Die CB ist damit die zweitgrößte Bank Deutschlands. Es werden ja auch nur ungefähr 562,5 Arbeiter pro Bundesland gekündigt, das ist doch ganz Human. Ok es gibt zwar schon 3,169 Millionen Arbeitslose aber es wird denen die schon seit Jahren bei der Dresdnerbank arbeiten bestimmt schnell gelingen im alter von 43 Jahren mit Frau und zwei Kindern einen neuen Job zu finden und wenn sie auch dafür umziehen müssen. Hauptsache ist doch: Die CB gewinnt einen neuen Kundenstamm, verkauft massig Immobilien und die die bei der Commerzbank ohnehin schon für ein lausiges Gehalt arbeiten, haben noch mehr Arbeit. Für den selben, abnehmenden Lohn, versteht sich.

    Schlimm ist: Jede Firma tut das inmoment.
    Die roßen kaufen die kleinen, die zu kleinen können sich nicht mehr durchsetzen, Stellen werden abgebaut, durch ihren großen wirtschafltichen Einfluss erlangen die großen Firmen auch mehr und mehr politische Macht, Deutschland driftet dank Inflation in eine Zweiklassengesellschaft ab, der Spalt zwischen Arm und Reich wird immer größer bis irgendwann einer Krieg schreit und die französische Revolution wieder aufleben lässt. Und dann gehts von vorne los wenn sich bis dahin nicht eh alle gegenseitig ausgerottet haben.
    Yippie.

    gruß
    Leckii

  2. krateng:

    :mad:
    Also wer schon so schreibt hat einfach zu viel “linke” Literatur gelesen und das Prinzip des Kapitalismus nicht verstanden bzw. weiß nicht wie viel Schwierigkeiten mit so einer Übernahme zusammenhängen. Auch für Wirtschaftsbosse ist es nicht ganz so leicht, siehe Lehman Brothers oder Fannie / Freddie / Mae / Mac.
    Im Übrigen: Der Spalt zwischen Arm und Reich muss größer werden, siehe Literatur und Studium der Sozialphysik.

  3. Boff:

    Natürlich, das muss so sein… :arrow:

    Nein, muss es eben nicht. Firmen schreiben schwarze Zahlen und entlassen trotzdem haufenweise Arbeiter, was ist daran denn bitte richtig? So etwas kan auf lange Sicht nur richtig schief gehen, und in zwanzig Jahren wird man das wohl oder übel zu spüren bekommen.

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