Heute, vor 45 Jahren und zwei Tagen hat Martin Luther King eine der berühmtesten Reden der Weltgeschichte gehalten. Er hatte einen Traum, doch bis heute liegt noch einer langer Weg vor uns, wenn wir diesen Traum vollständig realisieren wollen.
In einem Großteil der Welt sind alle Menschen gleichberechtigt. Schwarze und Weiße, Männer und Frauen, Juden und Christen haben die gleichen Rechte, aber der Rassismus lebt trotzdem weiter. In jeder dieser Gruppen gibt es Leute, die andere diskriminieren und das nur, weil sie anders sind. Anders, als man selbst ist. Fremde, von denen man nichts wissen will.
Solange es solche Menschen gibt, muss es auch andere geben, die den Traum von Martin Luther King weiter träumen. Und nicht nur das, es muss auch Menschen geben, die an der Realisierung des Traumes arbeiten. Denn wenn das keiner tut, dann wird der Traum ein Traum bleiben.
Es muss Menschen geben, die nicht nur still mit ansehen, wie die NPD versucht Wähler zu gewinnen. Es muss Menschen geben, die nicht wegsehen, wenn andere öffentlich diskriminiert werden und es muss Menschen geben, die dazu bereit sind, für eine Welt ohne Rassismus zu arbeiten.
Bis zu dieser Welt ist es in meinen Augen noch ein weiter Weg, denn die gerade heranwachsenden Generationen teilen sich in viele verschiedenen Gruppen auf. Ein großer Teil bleibt das, was man wohl als normal bezeichnen kann, aber viele haben Vorurteile gegenüber anderen Gruppen, die wiederum Vorurteile gegen sie haben. Im Schulbus wird man von Türken grundlos angemault und kurze Zeit später sieht man, wie die gleichen Türken von Deutschen zusammengeschlagen werden - ebenfalls grundlos. Viele halten sich dann aus solchen Sachen raus, Zivil Courage kennen die meisten eben nur noch aus Filmen.
Am Ende seiner Rede meinte MLK:
“And when this happens, when we allow freedom ring, when we let it ring from every village and every hamlet, from every state and every city, we will be able to speed up that day when all of God’s children, black men and white men, Jews and Gentiles, Protestants and Catholics, will be able to join hands and sing in the words of the old Negro spiritual:
Free at last! Free at last!Thank God Almighty, we are free at last!”
MLK träumte von der Gleichberechtigung aller Menschen - davon, dass jeder den anderen akzeptiert, wie er ist. Lasst uns diesen Traum nie vergessen und dazu beitragen, dass er zu Ende geträumt wird.




