Archiv: Medien
Thilo Sarrazin – ein Mann im Mittelpunkt
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| Thilo Sarrazin (Foto: oparazzi photos) |
Thilo Sarrazin erklärt die Welt, und er hat recht damit – so will es uns die BILD-Zeitung glaubend machen. Ich sage stattdessen: Thilo Sarrazin versucht, mit rassistischen, diffamierenden und vor allem zu kurz gedachten Aussagen Antworten auf unglaublich komplizierte Fragen zu finden. Dabei will ich mich in diesem Beitrag nicht damit beschäftigen, ob seine Aussagen richtig sind – sie sind es nicht, wie man hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier nachlesen kann -, sondern mit dem Umstand, dass sie Gehör finden. Und nicht nur das: Auch Zustimmung gibt es von einigen Seiten, vor allem aus der Ecke der Springer-Leser. Sarrazin solle eine eigene Partei gründen und Kanzler werden, heißt es da unter anderem in den Kommentaren auf BILD.de. Nur: Wieso stellen sich viele Menschen im Fall Sarrazin hinter dessen rassistische Aussagen? (weiter)
Und jeder weiß es besser…
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| Loveparade 2010 (Foto: Globovisión) |
Bei der diesjährigen Loveparade in Duisburg sind 21 Menschen ums Leben gekommen und seitdem wird überall nach den Verantwortlichen gesucht. Viele Zeitungen wollen sie kennen, viele Nachrichtensender ebenfalls. Und auch ein Teil der Bevölkerung scheint sich ganz sicher zu sein, bei wem die Schuld zu suchen ist. Bei der Polizei, heißt es. Und bei den Veranstaltern. Bei der Stadt und bei den Teilnehmern. Jeder weiß es besser, allen voran – wie immer – die BILD-Zeitung, die in ihrer gestrigen Ausgabe wieder einmal gekonnt die Rechte der Verstorbenen ignorierte und einige der Toten unzensiert auf dem Titelblatt zeigte. Eine kritische Meinung hierzu gibt es auf taz.de. (weiter)
Dein Absturz
Deine Worte, groß und bunt,
Stiche – scharf – aus deinem Mund,
Stechen tief mit Messers Schneide,
In der andern Eingeweide.
Stich auf Stich, so geht es weiter,
Rammst das Messer froh, ja heiter,
Dein Gegenüber blutet stark,
Du scheißt drauf, weil’s die Masse mag.
Jeder Schlag ein Wall aus Hass,
In die Fresse, das macht Spaß,
Bis sich einfach nichts mehr rührt,
Denn das Feuer ist geschürt.
Doch irgendwann ist es soweit,
Dann ist’s vorbei mit diesem Leid,
Dem dummen Hass und deiner Macht,
Die eiskalt auf’s Reale kracht.
Und dann, sei dir gewiss, du Spinner,
Dann klau’n wir dir den Fallschirm, Springer.
Die Ölpest, ihre Folgen und was wir dagegen tun
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| Screenshot des BP-Livestreams vom Meeresgrund (via planet9) |
Über 800.000 Liter pro Tag sind in den vergangenen Wochen aus den Öllecks im Golf von Mexiko ausgetreten. Vor über zehn Tagen ist dieser Ölteppich, der unter der Wasseroberfläche eine gewaltige Ölwolke mit sich führt, an der US-Küste angekommen und zerstört seitdem nicht nur die Lebensräume im Meer, sondern auch an Land. Zehntausende Vögel sterben aufgrund ihres verschmierten Gefieders oder weil sie das Öl schlucken schon auf dem Meer, lediglich ein winziger Bruchteil schafft es bis an Land und auch dort können nur einzelne Tiere gerettet werden. Gleichzeitig trifft die Ölpest viele Vögel – zum Beispiel Möwen – an den Küsten genau in ihrer Brutzeit.
Doch im Gegensatz zu anderen Umweltkatastrophen gibt es einen Schuldigen. Kein Mensch konnte etwas für die Aschewolke vor wenigen Wochen, oder für den Tsunami auf Sri Lanka vor einigen Jahren. Im Fall der Ölpest liegt die Schuld jedoch deutlich bei einem Konzern, sowie bei einem System, das diesen Konzern zu schwach kontrolliert hat. So hat die Behörde für Rohstoffverwaltung in über 100 Fällen eine Ölförderung im Ozean erlaubt, ohne davor die gesetzlich vorgeschriebenen Stellungnahmen der Wetter- und Ozeanografiebehörde einzuholen. Diese hat schon in den vergangenen Jahren auf mögliche Ölaustritte hingewiesen, wurde von den zuständigen Verwaltungsorganisationen jedoch gekonnt ignoriert. (weiter)
Wer austeilt muss auch einstecken können
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| Unentschlossen? (Foto: SPD-Schleswig-Holstein) |
Sigmar Gabriel hat Angela Merkel in der ZEIT vorgeworfen, nicht genug gegen den Anti-Griechenland-Hype der BILD-Zeitung vorgegangen zu sein – Stichwort “Pleite-Griechen”. Das ist witzig, denn im Gegensatz zur SPD hat die Union die finanzielle Unterstützung Griechenlands bekanntlich voran getrieben und ist dementsprechend direkt ins Kreuzfeuer der BILD-Redakteure gerannt, während die SPD schön außerhalb des Gefechts geblieben ist und nicht für das Griechenlandpaket gestimmt hat.
Auch gibt es auf BILD.de ein nettes Interview mit Gabriel, in dem er Merkel vorwirft, mitschuldig an der Griechenlandkrise zu sein. Die Kanzlerin koche mit Westerwelle inzwischen selbst nach griechischen Rezepten, heißt es da, oder dass dieses lebensgefährliche Spiel beendet werden müsse. Ja, mein lieber Herr Gabriel, das sind natürlich Aussagen, die die Kampagne der Boulevard-Presse gegen Griechenland kein bisschen vorantreiben. Viel eher zeigen Sie uns mit Ihren Worten, wie nett die Griechen sind und dass die meisten Bürger dieses Landes gar nichts für diese Krise können. Und das alles dann zufällig in einem Interview mit der BILD – finden Sie das nicht auch ein bisschen lächerlich? Oder anders gefragt: was ist eigentlich Ihr Rekord beim Vertreten einer bestimmten Meinung? Sie wechseln die Dinger ja doch öfter als der Durchschnittsbürger seine Unterhosen. (weiter)
Roland Koch tritt bald zurück!
Roland Koch tritt bald zurück. Ich kann es noch gar nicht so wirklich glauben. Es gibt nur wenige erfolgreiche deutsche Politiker, die ich noch weniger als ihn mag – genau genommen sind es drei, die ich jetzt aber nicht benennen werde. Natürlich hat Kochs Rückzug nicht nur gute Seiten, schließlich will er jetzt in die Wirtschaft und irgendwie sehe ich in Gedanken schon einen hessischen Konzern erst pleite gehen und dann Staatshilfen anfordern – böses, böses Vorurteil. (weiter)
Ihr wollt es doch selbst so
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| Stellvertretend für alle Zeitungen: ein Screenshot von Sueddeutsche.de |
Oft hat es den Anschein, als würde die Presse die Blogosphäre hassen. Das ist sicherlich nicht so. Gleichwohl möchte ich mich jedoch zu der Annahme hinreißen lassen, dass vor allem viele Zeitungsredakteure nicht gut auf uns Blogger zu sprechen sind – aus irgendeinem Grund haben sie Angst, wir könnten ihnen die Leser wegnehmen, und deshalb unterstreichen sie in jedem ihrer Artikel über das Internet mindestens siebzehnmal, dass die Blogger die Journalisten schon aufgrund ihrer unglaublich dürftigen Recherche-Fähigkeit nicht ersetzen können. Doch sei es drum, darauf möchte ich jetzt nicht ‘rumreiten. (weiter)
EILMELDUNG: BILD.de wendet sich gegen Ballack!
Was ist das? Die aktuelle Headergrafik von BILD.de hetzt gegen Michael Ballack. Ganz Deutschland Die BILD-Leser sind außer sich, planen nach der Veröffentlichung des Bildes in der BILD radikale Demonstrationen in Zusammenarbeit mit den Pleite-Griechen und den scheiß Kommunisten! “Wir werden Michas Ehre verteidigen!”, sagte ein unbekanntes Nichts im Gespräch mit Sockenblog.com, “Die werden sich noch wundern!” Die Grafik sei unter aller Sau und man werde Berufung einlegen, oder zumindest das Bundesverfassungsgericht in Stockholm verklagen, ist zu diesem Zeitpunkt überall auf den Straßen zu hören.
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| Das hat die Welt noch nicht gesehen: BILD.de hetzt gegen Michael “Gott” Ballack |
(weiter)
WICHTIG! EILMELDUNG! GEFAHR! ACHTUNG!
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Johannes hat vor kurzem (also vor zwei Monaten) über Hitler gebloggt, weil man damit seiner Aussage nach echt viele Besucher anlocken kann. Damit hat er (der Johannes, nicht der Adolf) sicherlich recht, denn im Gegensatz zu anderen Politikern der dümmeren Art hat der Führer bis heute keine eigene Webseite und wo keine Webseite ist, da sind massenweise verzweifelte Netzwesen, die man auf seine eigene Plattform locken kann. Tolle Sache das. Und weil Göbbels und Himmler auch keine eigenen Seiten haben, binde ich die zwei Kerls gleich mal in diesen Beitrag hier mit ein. (weiter)











