Archiv: Fußball
Hertha BSC: ein Verein, der auszog, um ausgezogen zu werden
Lang, lang ist’s her, dass ich zuletzt über Fußball geschrieben habe. Und viel ist in dieser Zeit bei Hertha BSC geschehen. Der vierte Platz aus der letzten Saison ist so weit weg wie der Erfolg von Lucien Favres Defensivsystems und die Mannschaft ist genauso zusammengeschweißt wie zwei Flaschen Bier, die in unterschiedliche Richtungen geschmissen werden. Das aktuelle Ergebnis dieser Situation ist bitter: eine Tordifferenz von -16, ein Sieg in neun Spielen, Platz 18 in der ersten Fußballbundesliga. weiterlesen… »
Ein Stock für die Hertha
Der LemonHead hat mir ein Fußball-Stöckchen zugeworfen, und da ich, die Blogosphäre und alle Zeitungen gerade eh in einem Sommerloch stecken, nehme ich das Stück Holz natürlich gerne an. Es geht – wie der Name schon sagt – um Fußball. Genauer gesagt um die Fußball Bundesliga. Noch genauer gesagt um Fragen zu den Lieblingsvereinen der Teilnehmer – in meinem Fall also Hertha BSC! weiterlesen… »
Ha, Ho, He!
Wenn mir am Anfang dieser Bundesligasaison jemand gesagt hätte “Hey du Vogel, Hertha wird Meister!”, dann hätte ich denjenigen vermutlich dumm angeschaut und geantwortet: “Hey du Vogel, morgen schau ich mir deinen Arsch vom Mond aus an.” Zum Glück habe ich aber genau das nicht getan, denn sonst würde ich jetzt ziemlich arm sein – so ein Ticket (Hin- und Rückflug) zum Mond ist schon teuer… weiterlesen… »
Die Hertha führt
Als Lucien Favre im Jahr 2007 Trainer von Hertha BSC wurde, da dachte ich mir schon, dass der Mann reinhaut. In einem seiner ersten Interviews als Herthaner erklärte er damals, dass er sich viel Zeit für den Aufbau des Teams lassen werde. Er habe nicht vor, in dieser Saison um die Meisterschaft zu spielen, sondern den durchwühlten Berliner Haufen wieder zu einer richtigen Fußballmannschaft zu machen. weiterlesen… »
Fußball 2.0 Beta
Ich habe gerade einen herrlichen Artikel der Süddeutschen Zeitung gelesen, der erklärt, wie Fußball künftig “noch” besser gemacht werden könnte. Von größeren Toren ist da die Rede, und davon, dass man nach einer festgelegten Zeit auf das Tor schießen müssen sollte. Mehr will ich aber gar nicht dazu sagen, lest euch das Geschreibsel einfach selbst durch.
Hertha stoppt Hoffenheim/Ein Lob dem Trainer
Im heutigen Spiel der Hertha gegen Hoffenheim haben die Berliner wieder einmal gezeigt, dass mit einer guten Defensivleistung und ein bisschen Glück doch so einiges drin ist, in der ersten Liga. Außerdem hat das Team sich nach dem regelrechten Torwandschießen der Bremer in der letzten Woche nicht hängen lassen. Das freut mich natürlich sehr, und ich denke, dass Lucien Favre als Trainer dafür eine große Mitschuld trägt.
Ich glaube ja, dass der Schweizer das wirklich gut macht, den Trainerjob und so. Er tut nicht so, als ob die Berliner unter seiner Leitung sofort das Top-Team der Liga werden könnten und bleibt immer auf dem Boden. Gleichzeitig zeigt er aber auch, dass die Mannschaft wirklich nicht die schlechteste ist und in einiger Zeit durchaus etwas reißen kann. Das gefällt mir sehr und ich hoffe, dass es der Mannschaft auch weiterhin hilft.
…und egal wie beschissen sie ist, an so einem Tag muss ich einfach die Torhymne der Berliner posten
.
Wirklich wichtig ist nur eines
Die CSU ist bis auf ein Mitglied total am Boden, und dieses Mitglied ist natürlich Horst Seehofer. Der wird jetzt höchstwahrscheinlich nicht nur Parteichef, sondern auch noch Ministerpräsident und wenn er beides ist, führt er die CSU auch wieder aus ihrer Krise. Das klingt ja gar nicht schlecht, aber funktioniert es auch?!
Was ich an der ganzen Sache jedoch viel wichtiger finde: das wichtigste Amt Bayerns steht gar nicht zur Debatte. Seehofer kommt für Huber und Beckstein, aber wer zur Hölle erlöst denn endlich den armen Klinsmann? Dem muss doch wirklich einmal geholfen werden, und wenn Beckstein und Huber wegmüssen, dann muss Klinsmann es ja wohl dreimal.
Vielleicht könnten Klinsi und Herr Seehofer sich ja absprechen. Dann macht Horst Seehofer den Trainerjob und den Händeschüttler der CSU, während Klinsmann sich als Ministerpräsident versucht. Die beiden würden gemeinsam den Staat und den Verein retten und wenn das aus irgendeinem unverständlichen Grund auch nicht klappen würde, dann könnte Klinsi immer noch bei einer Bank anfangen – ich hab gehört, die suchen gerade geldverliebte Manager.
Hertha, unser Sorgenkind.
Kaum geht die Saison los, steckt die Hertha in der üblichen Krise. 4-1 platt gemacht vom FC Bayern, der sich in den ersten beiden Spielen noch so schwer getan hat.
Muss diese Saison denn schon wieder so werden, wie die letzte? Oder wie die davor? Wieso können die Berliner nicht einmal vorne, hinten oder in der Mitte der Tabelle bleiben, so wie es die ganzen anderen Teams auch machen? Entweder man kämpft um die Schale, oder um den Klassenerhalt, oder man kämpf um gar nichts weil man zu viele Punkte von beidem entfernt ist.
Die Hertha hat es aber in den letzten Jahren immer wieder geschafft, überall mitzukämpfen. Also vielleicht nicht unbedingt um den ersten Platz, aber unter den ersten fünf waren sie schon immer wieder mal anzutreffen. Dann verloren sie halt mal fünf Spiele hintereinander und schwups, war man auf Platz 16.
Ich fände es toll, wenn Hertha BSC das einmal lassen würde – so macht es doch wirklich keinen Spaß. Man könnte doch einmal wo bleiben, ist doch auch nicht schlecht. Ehrlich nicht.
Ha, Ho, He, Hertha BSC!
Hertha BSC Berlin ist für mich eine der unberechenbarsten Mannschaften im Deutschen Fußball. Entweder sie spielen halbwegs gut, oder sie spielen beschissen, oder sie spielen gut und verlieren, oder sie spielen schlecht und gewinnen, oder irgendwie sowas. Das klingt jetzt vielleicht nicht so unberechenbar, aber wer die Hertha kennt, der weiß was ich meine.
Jedenfalls haben wir (die Herthaner) jetzt wieder einmal halbwegs gut gespielt und zugeschlagen. Mit einem grandiosen 8:1 haben wir den FC Nistru Otaci aus Moldawien besiegt und dem Gegner eiskalt gezeigt, dass Berliner manchmal wirklich ein bisschen kicken können.
Man könnte jetzt natürlich sagen, dass der FC Nistru Otaci nicht gerade eine Fußballhochburg und international fünftklassig ist, aber das ändert nichts daran, dass der Sieg für die Fans (und die Spieler?) sehr wichtig war. Ich bin jedenfalls froh, dass meine Elf endlich mal wieder ein paar Tore geschossen hat und hoffe, dass sie auch in der kommenden Bundesliga Saison mehr als im letzten Jahr gibt. Das war nämlich ziemlich bescheiden und ich muss zugegeben, dass ich kaum ein Spiel der Berliner verfolgt habe.
Was ist los mit den Deutschen?
Im vorherigen Post habe ich ja schon über die vergangene EM geschrieben und jetzt tue ich es gleich noch einmal. Als ich heute in die Schule gekommen bin, habe ich meinen Augen und Ohren nämlich nicht getraut, ich dachte echt ich spinne. “Der Sprecher im ARD war total für Spanien”, “Die Deutschen waren viel besser, dann werden wir halt Weltmeister” oder “Die Spanier sind dreckige, unfaire Schweine” sind nur einige der Sätze, die ich gehört habe. Viele scheinen diesen Quatsch auch wirklich ernst zu meinen, wollen die verdiente Niederlage nicht einfach so wegstecken und sich nicht darüber freuen, dass ihr Team es ins Finale eines der größten Fußball-Turniere der Welt geschafft hat – was ist denn los mit den Deutschen?
Ebenfalls erstaunt bin ich darüber, dass heute schon die meisten der Deutschland-Fahnen verschwunden sind, einfach so. Stehen diese Leute jetzt etwa nicht mehr hinter ihrer Elf und schämen sich für die Niederlage, oder was?
Wenn ich das so sehe dann finde ich, dass wir Deutschen den Sieg wirklich nicht verdient hätten. Im Gegensatz zu anderen Mannschaften, die sich freuen dass sie überhaupt am Turnier teilnehmen durften und auch nach ihren Niederlagen weiter gefeiert haben, regen sich die Deutschen darüber auf, dass sie nach dem schlechten Ergebnis der letzten EM “nur” zweiter sind? Oh Mann.
Ist der Sinn einer solchen Meisterschaft nicht genau das Gegenteil? “Die Welt zu Gast bei Freunden” war das Motto der WM 2006 und zwei Jahre später sind viele Deutsche Fans voll mit Hass gegen die gegnerischen Spieler. Wieso?







