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Archiv: FDP

Christian Wulff (Foto: Jens-Olaf)

Die Bundespräsidentenwahl ist zu Ende, Christian Wulff wurde im dritten Wahlgang mit einer absoluten Mehrheit zum neuen Winke-Horst der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Die christlich-liberale Koalition kann aufatmen: Ihr Kandidat hat es also doch noch geschafft und auch wenn die nächsten Wochen für Schwarz-Gelb sicher nicht lustig werden, so hätte es für Angela Merkel und Guido Westerwelle auch um einiges schlimmer kommen können. Dann nämlich, wenn Die Linke im ersten Wahlgang einstimmig für Joachim Gauck gestimmt hätte. (weiter)

Die im Folgenden vorzufindenden Sachverhalte und Formulierungen dienen lediglich zur Belustigung menschlichen Lebens und sind im Einklang mit dieser Absicht als Satire zu verstehen.

Horst Köhler (Union, haha) ist nach der Kritik zu seinen Aussagen über Krieg im Allgemeinen und der Wirtschaft im Ganzen zurückgetreten. Zeitungen deklarieren, er habe den Druck aus der Blogosphäre nicht mehr ausgehalten, die Blogosphäre deklariert, er habe auch sonst ein paar Räder ab im Keller stehen, mit denen er im Sommer gern durchs Allgäu fahre. Doch nach seinem Rückzug, mit dem er der Bundeswehr klar zuvor gekommen ist, steht die Frage im nicht rechtsfreien Raum: wer wird seine Nachfolgerin? Und wieso wird es Ursula von der Leyen? Drei Zukunftsszenarien. (weiter)

Die SPD in Nordrhein-Westfalen steht vor einer großen Tür. Einem gigantischen Tor, unter dem Grüne und Linke winken, während sie auf den dritten im Bund warten, um dann zu dritt einen Schritt nach vorne tun zu können – durch die Tür hindurch. Aber hinter der SPD, da stehen die Liberalen und kreischen und machen Krach, weil sie wissen, dass Die Linke ein kommunistischer Verfassungsgegner ist, der auf gar keinen Fall unterstützt werden darf.

Dieser Gedanke aus den Reihen der FDP ist nichts Neues, seit Jahren schreien ihn die Liberalen heraus, allen Gegenargumenten und Reden zum Trotz – ein schönes Beispiel dafür, wie sich viele Politiker die eigenen Ohren zukleben, um ja nicht die Aussagen ihrer Gegner nachvollziehen zu müssen, die vielleicht sogar recht haben könnten. (weiter)

Deutschland, 2009. Bundestagswahlkampf. Die FDP wirbt mit ihren Steuersenkungen damit, dass all ihre Wähler dem Staat nach der Wahl kaum noch etwas von ihrem Vermögen überweisen müssen, und erklärt dass dieses Konzept vollkommen ausgereift, super schlau und gut durchdacht sei. 15% der deutschen Wähler glauben das.

Einige Monate später sieht die Sache anders aus. Nur noch 8% der Deutschen glauben, dass die Steuersenkungspläne der FDP angebracht sind. Immerhin. Und da lassen sich die Liberalen natürlich nicht lumpen und ändern ihre Vorschläge ab. Man dürfe sich nicht vor der Realität verschließen, heißt es da, und dass alles andere ja vollkommen bekloppt und populistisch sei. (weiter)

Habe nach meiner Rückkehr aus der Hauptstadt die nigelnagelneue Videokamera (Panasonic HDC-SD10) mal etwas unter die Lupe genommen und bin mit dem Kauf bisher echt zufrieden. Draussen liefert sie sehr schöne Bilder, drinnen bei guten Lichtverhältnissen auch und selbst bei Dunkelheit schlägt sie sich recht wacker – für den Preis (300€) äußerst bemerkenswert. (weiter)

Ich weiß nicht, wer von euch sich den Aschermittwoch der Kabarettisten im Bayerischen Fernsehen vor kurzem angesehen hat. Meine Wenigkeit hat es getan und seitdem darauf gewartet, die Schlussrede von Christian Springer im Internet zu finden, wo sie jetzt auch endlich gelandet ist. Diese Ansprache ist einfach nur großartig. Sie unterstreicht ganz klar die Vorzüge des Kabarett gegenüber der Comedy, denn ein Comedian würde so etwas nicht machen. Selbst wenn er sich mit Politik beschäftigt, ein Comedian will die Leute zum Dauerlachen bringen, was ihm trotz den miesen Witzen über seine Freundin auch viel zu oft gelingt – das Niveau des Deutschen Humors ist auch nicht mehr das, was es einmal war. (weiter)

Na sowas: Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat erkannt, dass die Kernenergie kein Modell für die Zukunft ist und “auch nach vierzig Jahren keine hinreichende Akzeptanz in der Bevölkerung” habe. Grund genug, die Verlängerung der Kernkraftwerke so minimal wie möglich zu gestalten. Als Voraussetzung für einen kompletten Ausstieg aus der Atomenergie nannte Rötgen einen Anteil von 40% der erneuerbaren Energien. Bis 2020 geht die Union jedoch erst von einem Anteil von 30% aus, im Gegensatz zum Bundesverband Erneuerbare Energien, der 47% für realistisch hält (sueddeutsche.de/taz.de). (weiter)

Frau Merkel boxt es also durch: die CD mit den Daten von 1500 Steuerhinterziehern soll ihrer Aussage nach gekauft werden. Der Kanzlerin zufolge solle man alles versuchen, um an diese Daten heranzukommen, da jeder vernünftige Mensch wisse, dass Steuerhinterziehung geahndet werden müsse (Zeit.de). Was dabei jedoch wieder vollkommen übersehen wird, ist dieses dämliche Prinzip des Rechtsstaats, das in Deutschland bis heute Gültigkeit hat – manche scheinen das zu bedauern, ich tue es nicht. (weiter)

Und wieder ist es also so weit: ein Jahr neigt sich seinem Ende entgegen und alle saufen mit. Für jeden von uns hat 2010 eine wichtige Bedeutung erlangt: der eine hat einen wichtigen Freund verloren, während der andere einen, oder gleich zehn neue gefunden hat. Ein Dritter sitzt jetzt auf dem Stuhl, der am Jahresanfang noch seinem Chef gehört hat und ein paar andere sitzen gar nicht mehr, weil sie jetzt unter der Erde liegen, wo sie sich nicht mehr mit Finanzmathematik, Tierschutz oder ihrem abgefallenen Bein herumschlagen müssen. Manche Probleme auf diesem Planeten haben sich im vergangenen Jahr verschlimmert, andere sind umgebracht worden oder wurden mit Geld gelöst, wodurch wiederum neue Probleme entstanden sind. (weiter)

Viele lachen über die Witze in der Satirezeitschrift Titanic, oder über die Bilder auf failblog.org. Ich auch, aber am meisten lache ich über die neue Bundesregierung, bestehend aus diesen zwei coolen Parteien, die Atomkraft voll geil finden. Diese liberalen Christdemokraten, die dem Volk helfen wollen, in dem sie es in den Ruin stürzen, sind die Perfektion jeglicher Realsatire.

Ich meine das muss man sich mal vorstellen: da sagt doch tatsächlich so ein freier Demokrat (der nebenbei auch noch Wirtschaftsminister ist), dass Wolfgang “Kameramann” Schäuble ein Ehrenmann sei. Das war es also mit dem liberalen Gedanken, oder zumindest mit dem letzten liberalen Gedankenfetzchen, das die FDP noch vorzuweisen hatte. Jetzt ist auch das weg und die Partei kann sich getrost in die Arme der CDU/CSU werfen.

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