Archiv: Bayern
Bayern, des samma mia
Die im Folgenden vorzufindenden Sachverhalte und Formulierungen dienen lediglich zur Belustigung menschlichen Lebens und sind im Einklang mit dieser Absicht als Satire zu verstehen.
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Der bayerische Freistaatsbürger ist ein verwirrendes Säugetier, häufig anzutreffen beim Weißwurschdfrühschdück oder auf einem Berg. Den Berg besteigt er hierbei in atemberaubendem Tempo (Durchschnittsgeschwindigkeit 1,3km/h), keuchend und hustend. Oben angelangt hievt er seinen Ranzen (deutsch: Bierbauch) neben das Gipfelkreuz, setzt sich auf seinen Hosenboden und isst sein Wurschdbrot – er nennt es jedoch nicht Wurschdbrot sondern Veschper. (weiter)
Der Deutsche, die Parteien und Europa – drei Welten?
Knapp zwei Wochen vor den Europawahlen rühren die Parteien hier in Deutschland noch einmal richtig die Werbetrommel… Oder auch nicht, denn in Wahrheit regen sie sich nur über die geringe Wahlbeteiligung auf und tun nach außen hin so, als würde es ihnen etwas ausmachen, dass viele Deutsche gar nicht wissen, dass am 7. Juni das Europaparlament gewählt wird. Ein Problem dabei ist, dass sogar die Deutschen, die von der Wahl gehört haben zum Großteil nicht gut informiert sind und zur Zeit noch überlegen, ob sie Deutschland oder doch lieber Frankreich wählen sollen. Es scheint fast so, als wäre der Deutsche an sich in Sachen Europawahlen total ahnungslos, aber macht das den Parteien wirklich etwas aus? (weiter)
So sehen Sieger aus!
Großartig, wie sich der FC Bayern in den letzten Wochen zurück gekämpft hat – Trainer und Verein haben nicht locker gelassen, und durch ihre eiserne Disziplin sogar fast die Herbstmeisterschaft erreicht. Am Ende wurde das Team unter Ex-Bundestrojaner Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann zwar vom fiesen VfB Stuttgart gestoppt, aber dass das nicht die Schuld der Bayern war, erklärt sich wohl von selbst. Spätestens jetzt sollte deshalb jedem klar sein: die Bayern spielen grandios, wie immer, auch wenn sie nur knapp und mit viel Glück gegen eine Kleinstadt gewinnen konnten, die weniger Einwohner als unser Dorf zählt. (weiter)
Bayerns Elite: Im hohen Flug gegen die Wand
Das Ergebnis von Pisa-E dürfte unseren Freistaat in den nächsten Tagen stark beschäftigen. Denn nach acht Jahren Führung vor allen anderen Bundesländern wurde Bayern nun von Sachsen auf einen ungnädigen zweiten Platz katapultiert. Unter den vielen Fragen, die man sich bald stellen wird, ist besonders eine, die bei der CSU zu Kopfzerbrechen führen dürfte: Wie kann ein Bundesland mit zweigliedrigem Schulsystem an dem guten alten dreigliedrigen System, bestehend aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium vorbeiziehen?
Ich muss zugeben, dass mich diese Nachricht ziemlich freut, reißt sie doch unsere werten Politiker aus ihren Wolken, in denen sie fröhlich umhergehüpft sind, Weißbier getrunken und die Bildungssysteme anderer Bundesländer verspottet haben. Vielleicht kommen die Bildungsfritzen jetzt auch auf die Idee, ein paar Lehrer mehr anzuheuern und wie in Sachen die Schülerzahl pro Klasse zu verringern. Ich selbst bin zwar in einer recht kleinen Klasse (20 Schüler im elften Jahrgang), was aber eine eindeutige Ausnahme ist. Die meisten Klassen bestehen aus 30 oder mehr Schülern, wie die alle von einem einzigen Lehrer unterrichtet werden sollen, ohne dass ein paar den Faden verlieren, ist mir bis heute unklar.
Und jetzt notiere ich mir die Nachricht noch für den Deutschunterricht, in dem wir gerade die Themen Bildungspolitik, Gentechnik und Überwachungsstaat durchnehmen. Da kann ich morgen dann schön mit meinem Halbwissen über Sachsens Bildungssystem auftrumpfen :-) .
Wirklich wichtig ist nur eines
Die CSU ist bis auf ein Mitglied total am Boden, und dieses Mitglied ist natürlich Horst Seehofer. Der wird jetzt höchstwahrscheinlich nicht nur Parteichef, sondern auch noch Ministerpräsident und wenn er beides ist, führt er die CSU auch wieder aus ihrer Krise. Das klingt ja gar nicht schlecht, aber funktioniert es auch?!
Was ich an der ganzen Sache jedoch viel wichtiger finde: das wichtigste Amt Bayerns steht gar nicht zur Debatte. Seehofer kommt für Huber und Beckstein, aber wer zur Hölle erlöst denn endlich den armen Klinsmann? Dem muss doch wirklich einmal geholfen werden, und wenn Beckstein und Huber wegmüssen, dann muss Klinsmann es ja wohl dreimal.
Vielleicht könnten Klinsi und Herr Seehofer sich ja absprechen. Dann macht Horst Seehofer den Trainerjob und den Händeschüttler der CSU, während Klinsmann sich als Ministerpräsident versucht. Die beiden würden gemeinsam den Staat und den Verein retten und wenn das aus irgendeinem unverständlichen Grund auch nicht klappen würde, dann könnte Klinsi immer noch bei einer Bank anfangen – ich hab gehört, die suchen gerade geldverliebte Manager.
Als ich heute aus der Schule kam, habe ich kurz in mein E-Mail Postfach geschaut, und was stand da? “Ihre Bestellung wurde soeben verstand.” “Wahnsinn”, denk ich mir, “dann kommt die ja auch bald an.” Dann schaute ich auf mein Bett, und da lag ein Paket. So flott kann das doch gar nicht gehen, oder?! Entweder, die beamen die Pakete bei UPS (!), oder meine Mutter hat das Teil heute morgen entgegengenommen – ich tippe auf Option eins.
Im Paket war jedenfalls das vorgestern bestellte “Ich wähle keine Spielekiller” T-Shirt, das es für Ur-Bayern (wie ich es bin) bis morgen für nur 8€ zu bestellen gibt (Adresse hab ich vergessen). Alle anderen dürfen mehr zahlen, weil sie keine Mega-Giga-CSU haben, so wie wir. Tja, selbst Schuld, beim nächsten Mal halt CSU wählen und gratis Prämien abstauben.
Kampftrinker – Willkommen aufm Oktoberfest
Das ist doch wirklich unglaublich. Ganz Deutschland kritisiert das Kampftrinken und auf dem Oktoberfest bekommt man dafür gleich mal eine Urkunde in den Arsch geschoben. Um zu beweisen, wie voll man sich laufen lassen kann, ohne ohnmächtig zu werden, sich sein Gesicht aufzuschlagen oder an Ort und Stelle zu verrecken. Toll, was?
Fünf Euro kostet der Spaß, dafür darf man dann ins Röhrchen pusten und sich den Rest seines Lebens als guter Säufer rühmen. Bei solchen Angeboten frage ich mich dann doch, wieso sich überhaupt noch irgendjemand über das Verhalten der Jugend wundert?
Der Höhepunkt wäre dann ja noch die ultimative “Beckstein-Urkunde”. Die wird einem vom Günther übergeben, wenn man nach dem Promille-Test auch noch mit dem Auto nach Hause fahren kann und die CSU wählt…
Quelle: Welt.de
Sie sind Stolz auf Bayern
Wenn man merkt, dass man die 50% Mehrheit in Bayern nicht mehr sicher hat, dann wird man nervös. Und diese Nervosität führt dann entweder zu unüberlegten Versprechungen oder dem Wunsch nach einem Partei-Song. Gedacht, getan, und so war es mir heute vergönnt, auf YouTube das neue Musikvideo der CSU, das da heißt “Stolz auf Bayern”, anzusehen. (weiter)




