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Kategorie: Wirtschaft

Endlich! Ein Briefkasten!
(© Grafik: karikatur-cartoon.de)

Immer weniger Leute schreiben Briefe. Ich selbst auch. Früher habe ich regelmäßig Briefe oder Postkarten an Verwandte oder weiter weg lebende Freunde geschrieben, heute schreibe ich Mails, kommentiere Status auf Facebook, rufe andere über Skype an oder nutze ICQ und MSN. Alles über das Internet, alles schnell und einfach. Einen einzigen Nachteil hat das meiner Ansicht nach: Die persönliche Note einer handgeschriebenen Nachricht entfällt. Folglich kommt es in Ausnahmefällen auch noch vor, dass ich auf das veraltete Briefeschreiben zurückgreife, aber bei diesen Einzelfällen bleibt es dann auch. (weiter)

Gleichberechtigung (Foto: Mazoe28)

Immer wieder gibt es Gruppierungen die fordern, dass Frauen und Männer überall gleichermaßen vertreten sein müssten. In den Vorständen großer Unternehmen. In Regierungen. In Kegelclubs. Auch das neue Kabinett von Hannelore Krafts Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen besteht aus sechs Männern und sechs Frauen. Gleichstand also. Blöder, sturer, veralteter Gleichstand.

Es gab eine Zeit, vor meiner Geburt, da mussten Frauen für ihre Rechte kämpfen. Und ja, in vielen Themenbereichen müssen sie das heute noch und es ist gut, dass sie es weiterhin tun und nicht nur zuschauen. In Sachen Bezahlung zum Beispiel. Es kann nicht angehen, dass eine Frau für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommt, als ein Mann. Das ist eine Sauerei und es hat sich in Zukunft zu ändern. Die Gleichberechtigung muss her und genau das ist der Punkt: Gleichberechtigung. (weiter)

Da steht man auf, wäscht sich, zieht sich an und will danach einfach nur ein bisschen frühstücken und dabei Radio hören. Das gelingt aber natürlich nicht, weil im Radio irgendwelche Unions-Politiker einen Intelligenztest für Einwanderer fordern – also aufgesprungen und an den Computer gesetzt, um in dieser frühen Morgenstunde wieder mal die CDU zu kritisieren.

Spiegel Online berichtet ebenfalls über die aktuellen Forderungen. Der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Peter Trapp, sagte dem Spiegel-Artikel zufolge, dass er für einen Intelligenztest für Einwanderer sei und dass dieses Thema nicht weiter tabuisiert werden dürfe. (weiter)

Folteropfer (Foto: Freeze gegen Folter)

Folter ist keine Randerscheinung

Weltweit wird jährlich in über 100 Ländern gefoltert. Hier in Deutschland bekommt die Bevölkerung nicht viel davon mit, da Folter in den Staaten, in denen sie stattfindet, nahezu in allen Fällen unter Ausschluss der Öffentlichkeit praktiziert wird – auch der Ausschluss der Medien versteht sich von selbst. Doch Opfer von Folter gibt es überall, nicht zuletzt in der Bundesrepublik. Außerdem kommt es in der BRD immer wieder zu Vorstößen die eine Aufweichung des Folterverbots in Deutschland erreichen wollen, beispielsweise bei Verhörmethoden im “Krieg gegen den Terror” oder im Fall des Mörders Markus Gäfgen.

In Europa haben wir zudem ein anderes Problem im Zusammenhang mit Folter. So dürfen EU-Mitgliedsstaaten Folterwerkzeuge zwar herstellen, aber nicht an Länder ausliefern, in denen gefoltert wird. Kluge Köpfe fragen sich da natürlich, wieso man die Werkzeuge dann überhaupt baut. Die Antwort: weil sie eben doch an diese Länder geliefert werden, nur eben über Umwege. Somit unterstützen aktuell über 30 deutsche Firmen aktiv Menschenrechtsverletzungen außerhalb Europas. (weiter)

Computer. Kaugummi. Fernseher. Stuhl. Pizza. Kopfhörer. Seife. Kamera. Unterhose. Fußball. Wandschrank. Bierglas. Taschenlampe. Schere. T-Shirt. Zahnpasta. Teller. CD-Regal. Handy. Fliegenklatsche. Geldbeutel. Aktenordner. Handtasche. Klopapier. Turnschuhe. Büroklammer. Milchtüte. Feuerzeug. Bleistift. Flaschenöffner. Auto. Brille. Rasenmäher. Radio. Vase. Spiegel. Eimer. Festplatte. Buch. Mütze. Schlüssel. Gabel. Pullover. Wasserflasche. Receiver. Uhr. Sonnencreme. Taschentuch. Becher. Motorrad. Koffer. Lichtschalter. Rucksack. Akkubohrer. Spielkonsole. Poster. Boot. Locher. Mückenspray. Gartentisch. Kopfkissen. Chipstüte. DVD-Rohling. Telefon. Würfelspiel. Bastelkleber. Bettgestell.

Wie viel davon habt ihr bei euch zu Hause? Und bei wie vielen dieser Sachen wisst ihr, dass ihr sie erstanden habt, ohne auf diesem Planeten irgendeinem Menschen zu schaden? Ich besitze viele der oben genannten Dinge und kann nur von einem meiner T-Shirts behaupten, dass es vollkommen fair produziert, gehandelt und verkauft wurde. Ein einziges, verschissenes T-Shirt…

Screenshot des BP-Livestreams vom Meeresgrund (via planet9)

Über 800.000 Liter pro Tag sind in den vergangenen Wochen aus den Öllecks im Golf von Mexiko ausgetreten. Vor über zehn Tagen ist dieser Ölteppich, der unter der Wasseroberfläche eine gewaltige Ölwolke mit sich führt, an der US-Küste angekommen und zerstört seitdem nicht nur die Lebensräume im Meer, sondern auch an Land. Zehntausende Vögel sterben aufgrund ihres verschmierten Gefieders oder weil sie das Öl schlucken schon auf dem Meer, lediglich ein winziger Bruchteil schafft es bis an Land und auch dort können nur einzelne Tiere gerettet werden. Gleichzeitig trifft die Ölpest viele Vögel – zum Beispiel Möwen – an den Küsten genau in ihrer Brutzeit.

Doch im Gegensatz zu anderen Umweltkatastrophen gibt es einen Schuldigen. Kein Mensch konnte etwas für die Aschewolke vor wenigen Wochen, oder für den Tsunami auf Sri Lanka vor einigen Jahren. Im Fall der Ölpest liegt die Schuld jedoch deutlich bei einem Konzern, sowie bei einem System, das diesen Konzern zu schwach kontrolliert hat. So hat die Behörde für Rohstoffverwaltung in über 100 Fällen eine Ölförderung im Ozean erlaubt, ohne davor die gesetzlich vorgeschriebenen Stellungnahmen der Wetter- und Ozeanografiebehörde einzuholen. Diese hat schon in den vergangenen Jahren auf mögliche Ölaustritte hingewiesen, wurde von den zuständigen Verwaltungsorganisationen jedoch gekonnt ignoriert. (weiter)

Unentschlossen? (Foto: SPD-Schleswig-Holstein)

Sigmar Gabriel hat Angela Merkel in der ZEIT vorgeworfen, nicht genug gegen den Anti-Griechenland-Hype der BILD-Zeitung vorgegangen zu sein – Stichwort “Pleite-Griechen”. Das ist witzig, denn im Gegensatz zur SPD hat die Union die finanzielle Unterstützung Griechenlands bekanntlich voran getrieben und ist dementsprechend direkt ins Kreuzfeuer der BILD-Redakteure gerannt, während die SPD schön außerhalb des Gefechts geblieben ist und nicht für das Griechenlandpaket gestimmt hat.

Auch gibt es auf BILD.de ein nettes Interview mit Gabriel, in dem er Merkel vorwirft, mitschuldig an der Griechenlandkrise zu sein. Die Kanzlerin koche mit Westerwelle inzwischen selbst nach griechischen Rezepten, heißt es da, oder dass dieses lebensgefährliche Spiel beendet werden müsse. Ja, mein lieber Herr Gabriel, das sind natürlich Aussagen, die die Kampagne der Boulevard-Presse gegen Griechenland kein bisschen vorantreiben. Viel eher zeigen Sie uns mit Ihren Worten, wie nett die Griechen sind und dass die meisten Bürger dieses Landes gar nichts für diese Krise können. Und das alles dann zufällig in einem Interview mit der BILD – finden Sie das nicht auch ein bisschen lächerlich? Oder anders gefragt: was ist eigentlich Ihr Rekord beim Vertreten einer bestimmten Meinung? Sie wechseln die Dinger ja doch öfter als der Durchschnittsbürger seine Unterhosen. (weiter)

Roland Koch tritt bald zurück. Ich kann es noch gar nicht so wirklich glauben. Es gibt nur wenige erfolgreiche deutsche Politiker, die ich noch weniger als ihn mag – genau genommen sind es drei, die ich jetzt aber nicht benennen werde. Natürlich hat Kochs Rückzug nicht nur gute Seiten, schließlich will er jetzt in die Wirtschaft und irgendwie sehe ich in Gedanken schon einen hessischen Konzern erst pleite gehen und dann Staatshilfen anfordern – böses, böses Vorurteil. (weiter)

Lena Meyer-Landrut (Foto: bemu1)

Lena Meyer-Landrut ist manchmal nackt! Das allein wäre der BILD keine Schlagzeile wert gewesen, aber es bleibt natürlich nicht dabei. Denn sie ist nicht nur manchmal nackt (!), sondern sie ist sogar einmal zum Dreh einer Doku nackt (!) gefilmt worden. In einem Pool. Mit einem jungen Mann. Vollkommen nackt! Oh. Mann.

BILD schreibt weiter, dass die Meinungen über diesen Nacktauftritt (!) weit auseinander gingen, doch davon habe ich bisweilen nichts gesehen. Denn selbst in den Kommentaren auf BILD.de ist man nahezu geschlossen einer Meinung: der nackte (!) Auftritt sei erstens wurscht und zweitens egal, heißt es da in fast jedem Kommentar. (weiter)

Johannes hat vor kurzem (also vor zwei Monaten) über Hitler gebloggt, weil man damit seiner Aussage nach echt viele Besucher anlocken kann. Damit hat er (der Johannes, nicht der Adolf) sicherlich recht, denn im Gegensatz zu anderen Politikern der dümmeren Art hat der Führer bis heute keine eigene Webseite und wo keine Webseite ist, da sind massenweise verzweifelte Netzwesen, die man auf seine eigene Plattform locken kann. Tolle Sache das. Und weil Göbbels und Himmler auch keine eigenen Seiten haben, binde ich die zwei Kerls gleich mal in diesen Beitrag hier mit ein. (weiter)

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