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Kategorie: Buchbeschau

Ken Follets Werk “Die Säulen der Erde” ist ohne Frage ein Buch. Ja, viel mehr noch: es ist für viele Leser ein geniales Buch, das mit seinem gigantischen Umfang und der detailierten Beschreibung der mittelalterlichen Zustände seinesgleichen sucht. Auch mir hat es sehr gefallen, als ich es damals – lang, lang ist’s her – verschlungen habe, weshalb es mich umso mehr erschreckt hat, als ich vor kurzem erfahren durfte, dass 2008 ein zweiter Band mit dem Titel “Die Tore der Welt” veröffentlicht worden ist. “Follet kann unmöglich noch so ein geiles Buch geschrieben haben!”, dachte ich mir gleich in meiner von Grund auf pessimistischen, leicht depressiv angehauchten Art, und habe den Roman selbstverständlich sofort gekauft. (weiter)

Der zweite Weltkrieg, ein Thema, das mich als Geschichts-LKler verständlicherweise besonders fesselt. Die großen Ereignisse genauso wie die Geschichten von Familien oder Einzelpersonen, und genau eine solche Geschichte erzählt “Markus Zusak” in seinem Roman “Die Bücherdiebin”.

Liesel Meminger, die Protagonistin des Buches, hat kein leichtes Leben. Erst verliert sie ihren kleinen Bruder und dann ihre Mutter, ihre Pflegemutter wirkt zu Beginn wie ein Unmensch und die Schule ist die Hölle für ein Mädchen, das so gut liest wie ein Nudelsieb. Aber das kleine Kind gibt nicht auf, lernt mithilfe seines Pflegevaters lesen und findet Gefallen daran – das ist vermutlich sogar zu sachte formuliert: Liesl ist absolut vernarrt in Bücher. So vernarrt, dass sie sie stielt. (weiter)

Morton Rhue - Ich knall euch abNach dem Amoklauf in Winnenden folgte wie schon so oft eine öffentliche Diskussion über die Ursachen solcher Taten, die teilweise leider nicht sehr sachlich gehalten wurde. Politiker machten sich erneut für ein Verbot von sogenannten Killerspielen stark, doch kurze Zeit später scheint es, als würde der Amoklauf genauso viel wie andere Amokläufe verändern: gar nichts.

“Morton Rhue”, der vielen durch seinen Bestseller “Die Welle” oder dem nicht weniger guten “Boot Camp” ein Begriff sein dürfte, hat auch zu diesem Thema ein Buch geschrieben, dessen originaler Titel “Give a boy a gun” im Deutschen in “Ich knall euch ab” umgewandelt wurde – nicht weniger treffend, wenn man mich fragt. (weiter)

Sebastian Fitzek: Der SeelenbrecherMehrere Menschen treffen sich an einem Ort, werden durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten und müssen dann feststellen, dass sich in ihrer Nähe ein Mörder aufhält, der vor nichts zurückschreckt. Diese Grundidee gibt es in vielen Thrillern, beispielsweise in “Eisfieber” von “Ken Follet” oder in “Die Mausefalle” von “Agatha Christie”. Ein weiteres Buch, dessen Geschichte sich auf dieser wohl bekannten Situation aufbaut, ist “Der Seelenbrecher” von “Sebastian Fitzek”.

Der Seelenbrecher geht seinen Opfern psychisch an die Gurgel, lässt ihre Körper unangetastet und macht sich an ihrem Inneren zu schaffen, bis sie zerbrechen. Gefangen im eigenen Körper und nicht in der Lage, mit der Außenwelt in Kontakt in zu treten, müssen die Betroffenen mit ansehen, wie sie sich langsam aber sicher aus dem Leben verabschieden. Doch nach seinen ersten drei Opfern zieht sich der Täter zurück, um dann, kurz vor Weihnachten in einer psychatrischen Luxusklinik zuzuschlagen. Eine Nacht voll Schrecken und Angst beginnt und ja, natürlich kommt ein Schneesturm und schließt die Patienten und ihre Ärzte von der Außenwelt ab, so dass sie dem Seelenbrecher hilflos ausgeliefert sind. (weiter)

Karl May - Der Weg nach WaterlooIch denke so ziemlich jeder kennt sie, Winnetou und Old Shatterhand. Auch Old Firehand und Old Surehand dürften vielen ein Begriff sein und der ein oder andere wird sich sicher auch an Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah erinnern können. Das sind sie, die bekanntesten Figuren aus Karl Mays Büchern, aber sie sind nicht die einzigen. Heute möchte ich eine vierteilige Buchreihe vorstellen, die nicht im Wilden Westen und nur zu einem kleinen Teil im Morgenland spielt. Kernpunkt dieser vier Bücher ist Europa in den Jahren 1814-1870, in denen Frankreich sich aufbäumt und von Russland, Österreich und Preußen im Zaum gehalten werden muss. (weiter)

Eoin Colfer - Meg Finn und die Liste der vier WünscheViele Christen glauben: wenn man ein guter Mensch gewesen ist, kommt man nach dem Tod in den Himmel, wenn man ein schlechter gewesen ist, in die Hölle. Aber was passiert, wenn man weder ein guter, noch ein schlechter Mensch war? Und wie kann man es in dieser Patt-Situation trotzdem schaffen, den Weg nach oben gehen zu dürfen? In “Meg Finn und die Liste der vier Wünsche” von Eoin Colfer geht es genau darum. Um die 14 Jahre alte Meg Finn – Mutter tot, Stiefvater ein Arschloch, Freunde nicht existent. Bei einem versuchten Einbruch explodiert sie zusammen mit ihrem Komplizen und seinem Hund, worauf sie der Teufel sehnsüchtig erwartet – der Fall Finn scheint klarer als klar. Doch dann gelingt es dem toten Mädchen, zurück auf die Erde zu gelangen, wo sie Gutes tun will, um nicht im Fegefeuer zu landen. (weiter)

Gerd Lobin - Mittelstürmer Thomas BrucknerIn meiner ersten Buch-Rezension möchte ich ein Buch vorstellen und bewerten, das zumindest in meiner Generation sehr unbekannt ist. Das ist auch leicht verständlich, schließlich ist “Mittelstürmer Thomas Bruckner” von “Gerd Lobin” nicht gerade aktuell. Erschienen ist das Sportbuch 1965 und soweit ich weiß, gibt es auch keine neuere Auflage. Ich habe das Buch vor einigen Jahren auf einem Flohmarkt gefunden und irgendetwas daran hat mir sofort gefallen. Vielleicht war es der abschreckende Einband, der einem in dunklem Grün und grellem Rot entgegen strahlt. Oder es war die Tatsache, dass dieses Buch nicht so sein konnte, wie die meisten anderen Fußball-Jugendbücher: langweilig, einseitig und doof. (weiter)


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