Projekt 42: Krieg
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Aschewolken am Himmel, Taliban am Boden, doch einer behält den Durchblick: Karl Theodor zu und Freiherr von Gutenberg. Und nun hat Deutschlands Nummer 1 (egal von was) festgestellt, was dem Rest der Menschheit bis dato verborgen war: Es wird weitere Tote geben, nicht nur in Afghanistan (Zeit). Prima Feststellung, die man an ihrer Bitterkeit aber noch übertrumpfen kann: Wir werden verrecken. Alle. Holt die Atombomben raus. Verdammt, wir haben keine. Greift den Iran an und klaut seine! Verdammt, der Iran hat auch keine. Da hilft nur eines: dem Tod zuvorkommen und Suizid begehen.
Nachdem jetzt also endlich raus ist, dass es sich bei dem Krieg in Afghanistan tatsächlich um einen Krieg, und nicht um einen internationalen bewaffneten Konflikt unter Freunden, handelt, ist man nun auch schon so weit, dass man begriffen hat: in einem Krieg sterben Menschen. Ein ganzer Haufen sogar. Das mag für die meisten keine Überraschung sein, in der Bundesregierung scheint man es aber doch erst vor kurzem verstanden zu haben.
Ein Krieg kann noch so ehrwürdige Ziele verfolgen, er bleibt doch ein Krieg, und als solcher geht er Hand in Hand mit Tod und Leid. Vielen ist das egal, solange diese ganzen negativen Folgen sich weit weg vom eigenen Leben abspielen. Da kann man es auch leicht verkraften, wenn einmal nebenbei ein Leichenberg aus zivilen Opfern entsteht – solange sie nicht aus unseren Reihen stammen, ist das vollkommen in Ordnung. Aber wehe, die Taliban töten sieben unserer Soldaten. Sieben Deutsche, dagegen sind 140 Afghanen doch ein Witz.
Nun gute, liebe Bundesregierungen der letzten Jahre. Ihr habt es jetzt kapiert und ich bin gespannt, was ihr aus eurem neuen Wissen macht. Vielleicht denkt ihr nach, bevor ihr unsere Soldaten in den nächsten Krisenherd schickt und seid dann auch so ehrlich und sagt, dass es sich bei diesem Einsatz erstens um einen Krieg und zweitens um eine lebensgefährliche Aktion für die Soldaten handelt. Bitte. Danke.
Mein Beitrag zum aktuellen Projekt 42 mit dem Stichwort “Krieg”.
4 Kommentare
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Ich liebe diesen Beitrag.
–> <3
Pings
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[...] Moritz (Sockenblog) [...]




Absolut. Ich habe nur leider irgendwie die Angst, dass sie zu dem Ergebnis kommen, dass sie um Deutschland und die Verteidigungsstreitkräfte dort zu beschützen noch mehr Männer und Kriegszeug hinschicken müssen. Halt Kriegslogik.