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Archiv: März 2010

Morgen wird ein lustiger Tag, denn morgen fahre ich Bahn. Sieben Stunden ungefähr, mit dreimal Umsteigen – na ob das was wird? Ich bin jedenfalls gerüstet mit “Büchner: Werke und Briefe”, das ich mir als Vorbereitung auf meine Facharbeit (ich will über irgendetwas mit Georg Büchner, Menschenrechten zu Büchners Zeiten und Liberalismus schreiben) bestellt habe, wobei ich leider bis heute auf das Päckchen von Amazon warte – soviel zu der Annahme, nur die Deutsche Bahn sei unpünktlich und doof. Trotzdem werde ich mich morgen frohen Mutes auf den Weg machen, habe ich doch eine wunderbare, bisher unangetastete Ausgabe der Titanic im Gepäck, sowie einen iPod der randgefüllt ist mit Jazz, Ska, Funk und anderer geiler Scheiße! (weiter)

Das Leben geht ab. So richtig ab geht es. Mit Rumms und Klingbamm und am Ende fragt man sich, wie viel der Fisch kostet. Und dann schläft man ein und wacht auf und hat Tatendrang. Unglaublichen Tatendrang, der gestillt werden muss und der gestillt werden wird! Bestimmt. Irgendwann. Jeden Tag ein Stückchen mehr – ziemlich kleine Stückchen, aber immerhin besser als gar keine. Steinpilzoptiker, kennt das Wort noch jemand? Da gab’s mal ein Video, ziemlich bisschen lustig und qualitativ unter aller Sau. Aber Spaß hat’s gemacht. Und jetzt kommt der Oberhammer: es geht weiter! Habt ihr nicht gedacht, oder? Dass wir uns aufraffen und fortführen, was wir vor geschätzten fünf Jahren begonnen haben. (weiter)

Irgendwie ist Apple schon witzig. Macht gute Sachen und schlechte Sachen und echt, echt beschissene Sachen und am Ende weiß man nicht so recht, was für ein Gesamtbild man haben soll. Mac OS X ist geil, GarageBand ist geil, viele kleine Alltagsanwendungen von Apple sind geil und iMovie ist Schrott. Richtiger Schrott. Totalausfall. (weiter)

Wochenlang wird jetzt schon verbal auf die Oberhäupter der katholischen Kirche eingeschlagen, dass es dem ein oder anderen eine richtige Freude ist – viele wissen gar nicht mehr wohin mit ihrer Begeisterung. Endlich hat man die Kreuzritter und Kondomfeinde da, wo man sie haben will, doch gleichzeitig suchen hochqualifizierte Blogger wie meine Wenigkeit nach Antworten. Nach Antworten auf die Frage, wie es zu diesen Missständen kommen konnte. Und eines ist bei dieser Antwortsuche besonders wichtig: keine Fehler beim Zusammenbau des gigantischen Puzzles, bestehend aus pädophilen Neigungen, Fickverbot und sexueller Einsamkeit, zu machen. (weiter)

Ach, das Leben kann so geil sein. Vor allem mit guter Musik. Plötzlich springt sie um die Ecke, schleicht sich behände von hinten an einen heran oder beginnt wie wild aus dem Gebüsch zu schießen. Und in diesem Moment sitzt/steht/liegt man da und denkt sich einfach nur gar nichts. Kann man auch gar nicht, denn das Gehirn stellt auf Durchzug und in einem drin macht alles “ZACK!!!”.


Katzenjammer – Demon Kitty Rag

Gestern als Tipp bekommen und schon bin ich voll dabei. Das Album ist gekauft, aber sowas von :-)

Ja. Ich habe ihn endlich. Diesen Virus, der seit 2001 durch die Computerlandschaft spukt und ein Schlachtfeld aus Tod, Grauen, Krankheit und Schadenfreude hinterlässt. Vor zwei Wochen habe ich Windows XP bei mir auf dem Rechner installiert und ich bin – große Überraschung – zufrieden damit.

Die Installation verlief problemlos, nur die Erkennung der Hardware war etwas problematisch. Aber ich bin ja kein Idiot (doch, bin ich) und das Internet ist geil, weshalb es mir möglich gewesen ist, in jahrelanger Arbeit fast alle nützlichen und alle dringend notwendigen Treiber für meine Hardware-Komponenten zusammen zu pferchen – ist das nicht großartig? Ja doch! (weiter)

Gh3tT0KiNq92… ist der unglücklichste Mensch auf Erden. Sweeeetchiqa… is v0Ll g0iL dRaUf!!! Bananenkind… hatte das geilste Weekend of da Year, ey. Honigblume91… wann hört das Leiden endlich auf? Sockenblog ist es wurscht. Genau, dem Sockenblog ist das wurscht! Und mir, dem Sockenblogger, auch.

Wenn ich heute in die großen Communitys des Weltweiten Netzes schaue, dann sehe ich vor allem eines: Jugendliche und Kinder, die jeden und alles in ihren Status darauf aufmerksam machen, wie geil/beschissen/obercool/hart ihr Leben in genau diesem Augenblick ist. Überall sind diese Leute, die mit Pseudoglück und Pseudotrauer hausieren gehen, an meinem Browserfenster anklopfen und mir ihr Privatleben in die Fresse schleudern. (weiter)

In der aktuellen Ausgabe der Abiturienten-Zeitschrift “Unicum” gibt es auf Seite vier einen kleinen Seitenkasten mit “In” und “Outs” der letzten Monate. Der dritte “In”-Punkt ist “Axolotl Roadkill”, der Debütroman von Helene Hegemann. Das Buch ist jedoch auch in der “Out”-Liste zu finden – nicht sehr logisch, doch darum soll es hier nicht gehen. Viel wichtiger für mich ist die Begründung dafür, dass das Buch out sei, die da lautet:

Helene Hegemann hat einige ihrer Passagen ihres gehypten Buches aus einem Blog namens “Gefühlskonserve” abgeschrieben. File-Sharing as its worst.

Ganz abgesehen davon, dass ich die Kopie von Textabschnitten nicht als Filesharing bezeichnen würde, und ganz abgesehen davon, dass das Magazin Hegemanns Buch selbst hypt, in dem es den Titel als “In” ansieht. Ganz abgesehen von diesen Umständen muss man eine weitere Sache deutlich hervorheben: Helene Hegemann hat in keiner Weise von dem Blog Gefuehlskonserve.de abgeschrieben. Dessen Autor Deef Pirmasens ist lediglich derjenige gewesen, der den Fall Hegemann und ihre abgeschriebenen Passagen aus dem Blog airen.wordpress.com bzw. dem Buch “STROBO” des Bloggers Airen publik gemacht hat.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir in einem Magazin für Abiturienten etwas mehr Recherche gewünscht hätte. Nach diesem kleinen Ausschnitt jedenfalls sehe ich meine Annahme, dass diese Heftchen so sinnvoll sind wie fünf linke Schuhe, wieder einmal mehr als bestätigt. Natürlich erwarte ich in diesen Dingern keinen erstklassigen Journalismus, aber einen einfachen Sachverhalt fehlerfrei rüberzubringen, das sollte normalerweise kein Problem darstellen.

Die Kölner Gruppe Angelika Express hat ihr neuestes Projekt an den Start gebracht, das wieder einmal mithilfe des Internets umgesetzt werden soll. Dieses Mal geht es aber nicht um eine Mitfinanzierung, sondern um eine andere Art von Leistung, die im folgenden Video beschrieben wird. (weiter)

Ich stehe auf, reibe mir die Augen. Versuche das Salz herauszureiben, es von meinen Augäpfeln zu wischen und für immer los zu werden. Immer mehr reibe ich und verteile die kleinen Körnchen auf der Hornhaut. Es brennt wie Hölle. Oder wie viele kleine Messerstiche, die mein Augenlicht langsam aber sicher ins Jenseits befördern, es erstechen und nicht mehr zurück kommen lassen.

Ich beginne zu laufen, renne einfach los und sehe nur verschwommen. Weiche fremden Gegenständen aus und weiß nicht, ob es Autos, oder doch nur Mülltonnen sind. Angst kommt in mir hoch, macht mich rasend und ich laufe schneller. So schnell wie der Wind, der mir durch das Gesicht bläst, aber die kleinen Körnchen nicht mit sich nimmt, sondern nur noch tiefer in die hintersten Ecken meiner Augen drückt. Das Brennen wird stärker, nimmt mit jedem Herzschlag zu, wächst wie ein gigantischer Luftballon, der jeden Augenblick platzen muss. Doch es platzt nichts, es brennt.

Und dann bleibe ich stehen. Verzweifelt bleibe ich stehen, spüre meinen schnellen Atem, den unruhigen Herzschlag. Und fange an zu weinen. Langsam rollen die Tränen meine Wangen hinunter, eine nach der anderen. Sie wandern über meine Zunge, schmecken nach Salz. Nach viel Salz. Meine Augen werden frei, die Sicht wird wieder klar. Das Brennen lässt nach, was für eine Erleichterung. Und plötzlich, ganz plötzlich fange ich an zu lachen.

Mein Beitrag zum aktuellen Projekt 42 mit dem Schlagwort “Salz”.

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