Ende April diesen Jahres bin ich über einen Artikel von Tom auf das Musikprojekt Playing For Change aufmerksam geworden, dessen Idee mich sofort begeistern konnte. Lieder, aufgenommen von einem Team, das um die ganze Welt reist, überall bekannte und unbekannte Musiker aufnimmt und die verschiedenen Aufnahmen dann zu vollständigen Liedern zusammenfügt. Dafür haben Menschen aus den verschiedensten Ländern zusammen an einer CD gearbeitet, die erstklassig veranschaulicht, dass die Menschheit auf diesem Planeten nicht zwingend in verschiedene Kontinente, Länder oder Gruppen eingeteilt werden muss, sondern dass wir am Ende doch vor allem eines sind: Menschen, die zusammen Großartiges auf die Beine stellen können.
Eine Spitzenidee, die sicher nicht so leicht umzusetzen war. Die verschiedenen Interpreten mussten von den Machern aufeinander abgestimmt werden und hatten nur die Möglichkeit, bereits aufgenommene Tonspuren über den Kopfhörer mit zu hören. Trotzdem ist es natürlich etwas total anderes, wenn man Lieder gemeinsam in einem Tonstudio aufnimmt, wo auch im Nachhinein noch einzelne Stimmen erneut aufgenommen werden können und alles direkt abgesprochen werden kann. Davon haben sich die Macher dieses Projekts jedoch nicht abschrecken lassen, und ich muss sagen, dass sie recht daran getan haben -- das Ergebnis muss sich meiner Meinung nach vor keiner Tonstudioaufnahme verstecken.
Das Album mit dem Titel “Songs Around The World” enthält eine CD und eine DVD mit Videomaterial der Aufnahmen. Auf der ersten Disc befinden sich nur zehn Musiktitel, was der Qualität jedoch keinen Abbruch tut. Zudem ist es klar, dass schon eine Aufnahme von zehn Liedern auf diese Art ein richtig langwieriger Prozess ist. Dafür gibt es auf CD 2 aber auch vollständige Musikvideos zu einigen Titeln. Dort sieht man dann auch noch einmal, in was für Umgebungen die verschiedenen Interpreten aufgenommen wurden.
Anfang dieses Jahres hat der Postpunk einen Bericht zum Album “Goldener Trash” von “Angelika Express” geschrieben. Am Ende des Textes hat er damals bestätigt, dass die CD das beste Album 2009 werden könnte. Ich muss ihm da auch recht geben, aber einzig und allein deshalb, weil “Songs Around The World” erst ein paar Monate später erschienen ist. Und nun im Nachhinein muss ich eingestehen, dass diese Platte doch noch einen drauf setzt und die Kölner Puckrock-Band knapp aber sicher überholt -- von mir gibt es jedenfalls eine 100%ige Kaufempfehlung und ich würde mich freuen, wenn es in Zukunft noch ähnliche Projekte und Alben auf diesem Niveau geben würde.
Genial, dieses Solo ab Minute 2:00. Ich habe keine Ahnung, was das für ein Instrument ist, aber es geht ab wie Schnitzel!
Ich hatte die Befürchtung, dass das ganze sehr nach diesem Zeug klingen würde, was man im Plattenladen unter “Weltmusik” findet. Esoterischer Scheiß und so. :D
Aber zumindest die beiden Lieder hier gefallen mir sehr gut. Schön locker, tolle Sommermusik. Werd bestimmt mal ins Album reinhören.
Das Instrument im zweiten Lied ist übrigens eine Sitar. Sollte man, gerade wenn man die Beatles mag, schon kennen. ;) Klugscheißen off. :D
Harrison hat mal in Indien Sitar gelernt und dann bei ein paar Liedern damit gespielt. Norwegian Wood als Standardbeispiel: http://www.youtube.com/watch?v=lY5i4-rWh44
:D
[...] gegen Krebs + Year One – Kinoneuheit + Saw VI Trailer+ Musik neuheiten + Technik Neuheiten+ Playing for Change: Songs Around The World Tags: « Wäre die WELT eine Bank hättet ihr sie längst [...]
No Borders, No Nation fordere ich da nur :-) Coole Idee und coole Musik. Menschen brauchen halt keine Grenzen!