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Archiv: August 2009

Gestern waren Landtagswahlen in drei Bundesländern und die FDP sieht sich als klarer Gewinner dieses CDU-Wahldisasters. Auch die SPD zeigte sich erfreut über erbeuteten Stimmen, und wenn man einmal davon absieht, dass sie jetzt in Sachsen genauso viele Sitze wie Die Liberalen, und nur sechs Sitze mehr als die NPD haben wird, dann kann man schon sagen: Respekt, das hätte echt schlechter laufen können für die Sozis. (weiter)

Nachdem sich Johnny Haeusler (Spreeblick) vor kurzer Zeit zur Wahl der Grünen bekannt hat und bei fixmbr eine hitzige Diskussion zur Piratenpartei entbrannt ist, habe ich mich entschlossen, auch einmal ein bisschen über die kommende Bundestagswahl zu faseln. Dabei sei angemerkt, dass ich mich vor einigen Tagen wie ein nackter Elefant gefreut habe, als ich im Briefkasten zum ersten Mal in meinem Leben eine amtliche Wahlbescheinigung für mich vorfinden durfte (Mann, was bin ich doch für ein alter Sack!). (weiter)

Ende April diesen Jahres bin ich über einen Artikel von Tom auf das Musikprojekt Playing For Change aufmerksam geworden, dessen Idee mich sofort begeistern konnte. Lieder, aufgenommen von einem Team, das um die ganze Welt reist, überall bekannte und unbekannte Musiker aufnimmt und die verschiedenen Aufnahmen dann zu vollständigen Liedern zusammenfügt. Dafür haben Menschen aus den verschiedensten Ländern zusammen an einer CD gearbeitet, die erstklassig veranschaulicht, dass die Menschheit auf diesem Planeten nicht zwingend in verschiedene Kontinente, Länder oder Gruppen eingeteilt werden muss, sondern dass wir am Ende doch vor allem eines sind: Menschen, die zusammen Großartiges auf die Beine stellen können. (weiter)

Manchmal ist das Leben schon lustig. Dann zum Beispiel, wenn man sich auf Bild.de die Wahlumfrage “Wer soll Deutschland regieren” ansieht. Auf Platz 1 ist – das muss man glaube ich gar nicht erwähnen – die Schwarz-Gelbe Koalition, weit abgeschlagen von allen andere Koalitionen. Das überrascht nicht besonders, weiß man doch, dass die Bild-Zeitung ihren Lesern andere Parteien, wie Die Grünen, oder die fiese, gemeine, hinterhältige, verräterische SED Die Linke nicht gerade schmackhaft macht. Da wundert es einen dann schon, wenn bei der genannten Umfrage die Möglichkeit besteht, auch für andere Koalitionen als Schwarz-Gelb, Schwarz-Rot und Rot-Gelb zu stimmen. (weiter)

Liest man in der Kinovorschau etwas über einen Film mit dem Titel “Oben!”, so tut man das vermutlich nicht lange und nicht sehr konzentriert, da der Titel einem gleich zeigt, wie unglaublich einfallslos der Streifen doch sein muss. Ja, das zeigt er wirklich, aber das komische ist: er drückt die Kreativität und die Arbeit, die in diesem Film strecken, in keiner Weise aus und liefert dem Zuschauer ein vollkommen falsches Bild… (weiter)

Nach meinen ersten drei Wahlplakaten habe ich mich dazu entschieden, noch ein bisschen weiter herum zu probieren und mein grafisches Nichtkönnen zu testen. Herausgekommen sind dabei dieses Mal vier Plakate, wobei die Nummer vier keine richtige Partei ist und auch nicht kritisiert wird – schließlich sind ihre Ziele, im Gegensatz zu denen der parodierten Parteien, mehr als ehrenwert. (weiter)

In den letzten Tagen finden sich immer mehr lustige und weniger lustige Parodien von Wahlplakaten. Hauptziel ist selbstverständlich Dr. Wolfgang Schäuble, der Mann, der unser Leben sicherer als einen neuen Toyota machen will und sich dabei nicht scheut, Systeme zu fordern, die sich nicht vollkommen mit den Vorstellungen vieler Bürger decken.

Natürlich ist Schäuble, der Belauscher ein prima Ziel, aber nach der Steilvorlage von Tom zum Thema FDP habe ich mir erlaubt, selbst auch drei Plakate zu gestalten, von denen sich nur eines mit der CDU befasst. Die Ergebnisse sind glaube ich gar nicht so schlecht, die Parteien selbst werden vermutlich aber nicht damit werben – schade eigentlich. (weiter)

Sommerloch nennt man das also, wenn alle Blogs dicht machen, die Zeitungen über jeden Mistkäfer schreiben, das Fernsehen die alten Kochsendungen zum fünfzigtausendsten Mal wiederholt und die Politik sich mit Themen beschäftigt, die nicht einmal den Wellensittich von Paris Hilton interessieren. (weiter)

Vor kurzem habe ich ja die neue Kinowerbung von RWE kritisiert, die die Stromkunden über die nicht umweltfreundliche Energieproduktion des Konzerns hinwegtäuscht. Genau diesen Spot hat Greenpeace nun in einer leicht bearbeiteten Version veröffentlicht, und ich muss zugeben, dass mir die Sache so schon um einiges besser gefällt. (weiter)

Es macht mich wütend,
Wenn konservative Antidenker mir erklären,
Dass eine Politikerin sich für den Schutz von vergewaltigten Kindern einsetzt,
Und dass ich ein pädophiler asozialer Irrer bin.

Es macht mich wütend,
Wenn diese Leute mir nicht zuhören wollen,
Weil ich ihnen erkläre, dass sie Unrecht haben.

Es macht mich wütend,
Wenn ich ein Argument nach dem anderen bringe,
Von Täterschutz spreche,
Die fatalen Folgen für eine Demokratie erkläre,
Und mir mein Gegenüber ohne ein einziges Argument widerspricht.

Es macht mich wütend,
Dass diese Leute ihr Vertrauen Politikern schenken,
Die die Begründungen für ihre Gesetze auf Lügen aufbauen,
Und denen fast jedes Mittel recht ist, um ihre Wiederwahl zu garantieren.

Es macht mich wütend,
Dass dieser Schmutz auf dem Missbrauch von Kindern geführt wird,
Die Dinge erlebt haben, die sie nie wieder vollständig vergessen werden.

Es macht mich so wütend,
Dass ich nicht weiß, ob ich kotzen oder weinen soll,
Über die Dummheit lachen oder sie bemitleiden,
Mich über diese Arroganz ärgern, oder ruhig bleiben.

Es macht mich wütend.

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