Projekt 42: Systeme
Dem ein oder anderen aufmerksamen Leser wird sicher schon der große Projekt-42-Schriftzug in meiner Seitenleiste aufgefallen. Das “Projekt 42” läuft ab jetzt auf dem Zementblog, Vorbild ist – natürlich – das Projekt 52 von Mondgras. Letzteres hat mir schon immer gut gefallen, allerdings habe ich mich nie so stark für Fotografie, wie für das geschriebene Wort interessiert.
Projekt 42 funktioniert folgendermaßen: Auf zementblog.de wird einmal im Monat ein Stichwort vorgegeben, zu dem die Teilnehmer dann innerhalb der nächsten vier Wochen einen Beitrag schreiben dürfen. Wie sie das tun, ist ihnen vollkommen selbst überlassen – die Ergebnisse müssen also absolut gar nichts miteinander zu tun haben. Ich persönlich finde die Idee wirklich klasse und werde meinen Senf deshalb monatlich herumspritzen.
Aber genug der schnöden Einleitungsworte. Wer die Regeln noch nicht begriffen hat, der kann sie sich beim Zementblog noch einmal ausformuliert durchlesen. Das erste Stichwort des Projektes lautet “Systeme” und mein Beitrag dazu folgt im Folgenden (was für ein rhetorischer Suizid).
Systeme
Wie jeder weiß, gibt es in dieser Welt fünf große Systeme: den Kapitalismus, den Kommunismus, Linux, McIntosh und Windows. Zur Zeit befinden wir uns ins einer Mischung aus Kapitalismus und Windows, auch bekannt als Totalschaden, doch wie jeder weiß, haben wir in der Vergangenheit schon eindrucksvoll bewiesen, dass der Kommunismus (damals ganz ohne Windows) bei den Menschen ebenso wenig funktioniert. Die beiden Ks (K = ka = keine Ahnung) sind also nichts für diese Welt, bleiben demzufolge drei Systeme übrig, mit denen ich mich nun kritisch und auf dem mir höchst möglichen Niveau auseinander setzen möchte.
1. Windows
Das System aus dem Hause Gates wird von Kritikern immer wieder mit einem einzigen Wort beschrieben: Bullshit. Nun gut, das ist sicher richtig, aber findet sich hinter dieser Fassade nicht noch ein etwas positiveres Bild? Nein, natürlich nicht. Das Thema Windows wäre somit theoretisch erledigt, aber ich werde unter Zwang versuchen, ein paar weitere Worte über das Betriebssystem zu verlieren.
Es sei erwähnt: Windows ermöglicht – im Gegensatz zu einem Stein, oder einer Flasche Bier – den nahtlosen Zugriff auf das Internet. Mit dem standardmäßig mitgelieferten Browser, dem Internet Explorer, kann man ultraschnell und auf höchster Sicherheitsstufe ins Netzgeschehen einsteigen und in sekundenschnelle beginnen, Firefox (eine rote Version des Internet Explorers) herunterzuladen.
2. McIntosh
McIntosh (fälschlich oft “Macintosh” geschrieben) ist eine Apfelsorte. Bis heute weiß niemand, wie dieser Apfel sich unter die Betriebssysteme schleichen konnte, doch nichtsdestotrotz verkauft sich das System von Jahr zu Jahr besser. McIntosh läuft meist auf Rechnern mit einem fünfkernigen Prozessor. Die Hardware ist nicht, wie in vielen Fällen ahnungslos behauptet, weiß oder silber, sondern rot-grün.
Eine weitere falsche Annahme ist, McIntosh sei nicht anfällig für Viren. In Wahrheit gibt es viele Würmer für den Mac, die das System von Innen heraus aushöhlen und somit komplett zerstören. Zudem wird das System immer wieder für seinen hohen Preis kritisiert, der bei bis zu 60ct pro Apfel liegt.
3. Linux
Das System ist wie Windows, nur für Arme. Außerdem funktioniert es. Schöpfer von Linux ist ein Pinguin namens Chuck Norris, der 1786 zusammen mit Douglas Adams (dem Erfinder der Zahl “42″, mehr hat der gute Mann aber nicht auf die Reihe gebracht) die Indianersprache html erfunden hat. Einhundertelfzig Jahre später entdeckte Herr Norris in genau jener Sprache ein System, das er nach seiner Lieblingsdroge “Linux” benannte.
Heute ist Linux beinahe vom Erdboden verschwunden und wird nur noch von den Piraten in Somalia und Schweden benutzt. Letzere stehen – ahnungslosen Politikern zufolge – jedoch kurz vor ihrem Aus. Das System zeichnet sich durch seine Existenz aus und läuft überwiegend an Orten, an denen der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ = schlau) über 520 liegt.
7 Kommentare
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Sehr schöner Artikel, habe herzlich gelacht :-)
Ich stehe ja auf derart schräge Beiträge, weißt Du ja. Dass ich zu den “Armen” gehöre, war mir auch schon immer klar ;-) -
Hey, herzlich Willkommen bei den “Windows-für-Arme”-Usern, kurz WAU! :D
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Cool, liest sich sehr flüssig und ist so schön verrückt geschrieben. Ich dachte nur immer Linux sei der “Apfel für Arme” – läuft doch auch mit dem UNIX System. Nur das der Apfel nicht so schön rot-grün leuchtet wie beim Pinguin.
Pings
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[...] Moritz (Sockenblog) [...]



Ein toller Beitrag! Du schreibst wirklich super; wenn der Rest auch auf dem Niveau am Projekt 42 teilnimmt, wird das noch was richtig Großes :) .
Als ich sah, dass du die Zahl “42″ in dem Beitrag vorkommen ließest, kam mir in den Sinn: Könnte man das nicht eventuell zur Bedingung machen – in jedem Beitrag muss diese Zahl vorkommen? Nur so eine Überlegung, vielleicht auch etwas abwegig und einschränkend.
Lieben Gruß und weiter so,
Jan