Goldener Trash – Beten für die Beatmusik
Mensch, da war gestern vielleicht was los in Ulm. Einen Tag nach dem Erscheinen des neuen Angelika Express Albums, das den wunderbaren Titel “Goldener Trash” trägt, gastierte die Band nämlich schon im Schwabenland – zusammen mit den Ulmer Rockern von Die Autos. Letztere wussten den Abend erstklassig einzuleiten, um die Bühne dann für eine Kölner Truppe freizugeben, die man wirklich einmal live gesehen haben muss. Der Auftritt war, um es in einfachen Worten zu sagen, bämm – und zwar so richtig.
Angelika Express, das ist die Band, die sich von den bösen Seelen der Majorlabels losgesagt hat und so für frischen Aufwind – Windstärke 12 – im Deutschen Musikgeschäft sorgt. Windig war es gestern auch, was zum Teil aber den Ventilatoren an der Decke anzurechnen war, die alle Besucher vor einem Tod durch Hitze bewahren konnte. Die Chance eines solchen war bei einer Musikgruppe, die während des Auftritts ständig von einem Bühnenende bis zum anderen und zurück heizte, jedoch durchaus gegeben.

Fetzige Gitarren-Soli, erstklassige Texte und eine Band, die ihre Musik richtig genießt – was will man mehr? Richtig: eine super Bassistin und einen klasse Schlagzeuger. Wenn das alles vorhanden ist, dann kann man wirklich sagen, dass da eine nahezu göttliche Band aufspielt. Die Autos waren sich dessen gestern durchaus bewusst und sparten nicht mit Lob für ihre Konzertpartner. Ich kann das auch nicht, denn was die Kölner in der letzten Nacht abgeliefert haben, das war schon richtig. Also. Ihr wisst schon. Sowas hört man gern. Ich kann nur jedem empfehlen, schnell auf der Website der Gruppe nachzusehen, ob sie in nächster Zeit einmal in eigener Nähe gastieren – wenn ja: hingehen! Unbedingt!

Übrigens: Wenn ihr euch beeilt und das neue Album Goldener Trash möglichst bald im Amazonas bestellt, habt ihr noch die Chance, die EP Ich bin kein Amerikaner gratis abzustauben – ich habe mir von beidem schon ein Exemplar gesichert, und hoffe, dass die CDs am Montag eintrudeln. Was mich auf den Platten erwartet, weiß ich nun ja ungefähr und ich denke, dass ich den Kauf deshalb schon jetzt jedem ans Herz legen kann. Wer sich aber erst einmal eine Rezension durchlesen will, der kann das beim Postpunk tun. Der hält das Album für das bisher beste das Jahres, und ich denke, er hat recht… Schließlich tragen sie Anzüge, da können sie keine Arschlöcher sein! (Peter Hein)
Kleingedrucktes: Es tut mir Leid, dass die Qualität der Fotos so abgrundtief beschissen ist, aber ich habe mich noch nie durch große fotografische Fähigkeiten ausgezeichnet – man kann ja nicht alles können!
5 Kommentare
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Hmmm, und ich dachte, daß die nur in Orten mit komischem Namen spielen? Ich bin neidisch!
Und irgendwie scheinen sie das komplette Rhein-Main Gebiet links liegen zu lassen. … Ich wüsste auch nicht was einen da hinbewegen könnte.
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Ich war gestern dabei , Ich bin student und war bis jetzt nur in house clubs , als ich gelesen hab das AE nach Ulm kommen habe ich mir erst die Myspace seite angeschaut , 2 stunden danach war ich auch im CAT ^^
GEIL , Endlich mal was ordentliches :D
Pings
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[...] Ein Erlebnisbericht findet sich hier. [...]




Meimei, da will man doch auch gleich konzerten gehen! Ich werde wohl außen vor bleiben, da der nordöstliche Quadrant großzügig unbetourt bleibt (abgesehen von Berlin). Wenn sie eine Woche später in Mainz spielen würden, wäre ich zufällig da – aber es soll wohl nicht sein.
Neidisch wird man da und auch auf die Amerikaner-EP – dagegen ist ein läppisches Poster nix.
PS: Ich find die Bilder recht gelungen, besonders die zwei mittleren oben und unten.