Herr Liedschmidt und die Finanzkrise
2009 25 Jan
Eine von Microsofts neuesten Anwendungen ist Songsmith, das Programm, mit dem jeder Vollidiot so etwas ähnliches wie Musik erschaffen – lassen – kann. Das klingt am Ende zwar komplett künstlich, aber dafür muss man fast gar nichts tun, um sein eigenes perfektes Lied zu komponieren basteln. Ich muss zugeben, dass die Idee ganz gut in eine Zeit passt, in der es in den Charts sowieso kaum noch echte Musik gibt, aber das liegt ja hauptsächlich an der guten Vermarktung unserer gigantischen Superstars, und zumindest in diesem Bereich scheint Microsoft noch nicht so weit zu sein…
Der tollste Satz in dieser tollen Werbung ist für mich: “Microsoft, hum? So it’s pretty easy to use!” Wunderbar, diese planlose Ironie, mit der sich Microsoft da – höchstwahrscheinlich aus Versehen – selbst aufs Korn nimmt.
Selbstverständlich kann man Songsmith trotz dieser Werbung nutzen, aus Spaß an der Freude eben, und was dann dabei herauskommt, muss nicht unbedingt schlecht sein. Das hat sich auch Johannes Kreidler gedacht, und promt ein paar Aktienkurse vertont. Das Ergebnis ist ein sehr unterhaltsames Video, das in meinen Augen ein viel besserer Werbefilm für Songsmith wäre, als die originale Familien-Oper. Schade nur, dass ich bei Microsoft so wenig zu sagen habe…
Wie dem auch ist, ich werde mir die Neuentdeckung nicht zulegen. Läuft bei mir ja auch gar nicht, von dem her muss ich den Schmerz wohl oder übel ertragen, aber das kriege ich schon hin. Schließlich kann ich richtige Musik machen, indem ich mit einem reellen Bleistift auf reelles Notenpapier schreibe, und das Ergebnis mit einer handfesten Trompete vor mich hin tröte – auch nicht schlecht.
Quelle: Nerdcore
3 Kommentare
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Äh quatsch, GEMA – sorry!




aldiwei – die Werbung ist ja grässlich! Da rollen sich die Fußnägel so richtig auf.
Der Kreidler ist auch der Typ mit der GEZ-Aktion, oder?