Die 10 besten Bücher der Erde und aller Universen (imo)

Ich lese Bücher – was jedem, der ein bisschen öfter hier vorbeischaut, klar sein sollte. Deshalb fühle ich mich auch dazu auserkoren, meinen Senf in eine Blog-Parade zu schmieren, in der nach den 10 Büchern gefragt wird, wie man unbedingt gelesen haben sollte. Am Ende des Artikels findet sich eine Liste aller Bücher (für die Lesefaulen unter uns).
Bisher habe ich wirklich viele gute Bücher gelesen und die Zahl auf zehn zu beschränken, fällt mir nicht gerade leicht. Aber da es bestimmt für den Weltfrieden oder sowas ist, werde ich mich dazu durchringen können. Anfangen möchte ich mit einem Buch, das ich noch nicht einmal fertig gelesen habe und das mir sehr gut gefällt. Es heißt Die Säulen der Erde und die Originalversion stammt von Ken Follet. Das Buch spielt zwischen 1123-1173 in England und fesselt mit spannenden Erlebnissen von Menschen aus allen verschiedenen Schichten. Es ist sehr ausführlich geschrieben und dürfte vielen mit seinen über 1140 Seiten und der kleinen Schriftgröße deshalb ein bisschen zu lang sein. Wer auf Mittelalter-Romane steht und ein gewisses Durchhaltevermögen beim Lesen an den Tag legt, sollte das Buch jedoch sehr mögen.
Das nächste Buch, das ich vorstellen möchte, ist von Douglas Adams und Mark Carwardine, somit ist es nicht der Anhalter – wie einige im ersten Augenblick vielleicht vermutet haben. Es trägt den Titel Die Letzten ihrer Art und berichtet von Tieren, die vom Aussterben bedroht sind. Adams vermag den Geschehnissen dieser Reise aber trotz dem Kampf ums Überleben der Tiere immer wieder etwas Lustiges zu entnehmen und schafft es so großartig, dem “einfachen Bürger” ein unterhaltsames Buch und interessante Informationen über seltene Tiere zu vermitteln. Gleichzeitig schafft er eine Balance zwischen beiden Punkten, so dass das Buch keineswegs eine “Verarsche von Tieren” ist.
Buch Nummer drei aus meiner Reihe ist bekannt und weit verbreitet – trotzdem finde ich es gut. Ein Mann ein Buch wurde von den Autoren Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg und Christian Zaschke verfasst und klärt Männer über Dinge auf, die sie auf jeden Fall können sollten. Dazu gehören einfache Sachen, wie das Öffnen eines Biers ohne Öffner, aber auch Aufgaben für Fortgeschrittene, wie das Entschärfen einer Bombe oder das Landen einer Boeing 747 – das, zugegebener Maßen, auch mit Anleitung ein bisschen schwieriger werden könnte. Unterhaltsam geschrieben und gleichermaßen mit blöden und sinnvollen Informationen gefüllt, ist dieses Buch eine Klasse für sich und schon fast ein Pflichtkauf für jeden Mann.
Das vierte Buch ist ein Meisterwerk, das leider im Schatten seiner Nachfolger steht – der Herr der Ringe Triologie. Der kleine Hobbit ist mein absolutes Lieblingsbuch von John Ronald Reuel Tolkien, obwohl ich “Der Herr der Ringe” auch genial finde. Aber irgendwas hat mich am Hobbit schon immer ein bisschen mehr gefesselt, als an seinen großen Brüdern und um die ganze Geschichte des Rings der Macht zu verstehen, sollte man dieses Buch unbedingt auch lesen. Es öffnet das Tor in die Fantasy-Welt von Tolkien und erzählt davon, wie Bilbo Beutlin eines Tages statt zu frühstücken aufbrechen muss, von Zwergen als Meisterdieb angeheuert wird und eine Reise durch eine Welt beginnt, die er bis dahin nur aus Erzählungen kannte.
Als fünftes Buch möchte ich Kalter Grund von Eva Reichmann nennen. Ein Buch, in dem ein erfolgloser Privatdetektiv namens Chagall nach Österreich kommt, um sich seine Erbschaft anzusehen und in eine Welt gerät, in der Leute verschwinden und man Salat nicht nur im Supermarkt kriegt. Neonazis kontrollieren die Kleinstadt, aber Chagall findet auch Freunde, die zu ihm halten. Spannend erzählt die Autorin eine Geschichte, in der ein Ausländer plötzlich in einen undurchschaubaren Krieg einer Kleinstadtmafia gerät – der Krimi ist mein absoluter Geheimtipp.
Ich knall euch ab. Schon allein der Titel regt zum nachdenken an. Wieso knallt er uns ab? Gab es keine andere Lösung? Hat er Spaß dabei, uns abzuknallen? Morton Rhue versucht, diese Fragen zu beantworten, in dem er über zwei Amokläufer schreibt, die von der Gesellschaft nicht so akzeptiert wurden, wie sie sind. Der Autor verurteilt die Täter aber nicht, nein, er versucht zu ergründen, wieso solche Taten geschehen. Seine Geschichte ist zwar komplett erfunden, aber sie basiert auf wahren Begebenheiten, wie es sie in den letzten Jahren viel zu oft gab.
Jetzt folgt ein Titel, den jeder kennen dürfte. Die Verfilmung war unter aller Sau, aber das Buch hat mich – obwohl es ein Bestseller war – total begeistert. Sakrilek von Dan Brown – einer spannenden Erzählung voll von Rätseln, Fragen und Antworten, die verrückter nicht sein könnten. Ab der ersten Seite ist man mitten in der Geschichte, die mich bis zum Ende nicht losgelassen hat. Viel zu groß ist meine Begeisterung für diese vielen Ideen, die wirklich gut begründet sind und mich komplett verwirren. So etwas habe ich davor und danach noch nie gelesen, einfach spitze.
Das achte Buch habe ich schon einige Male in meinem Blog erwähnt, es ist Die Türme des Februar von Tonke Dragt. Kann man mit einem Wort in eine Parallelwelt reisen? Kann ein Junge für vier Jahre verschwinden, wieder auftauchen, nur um dann bis heute nicht wieder zu kommen? Diese Fragen stellt man sich nach der Lektüre, die auf einer wahren Begebenheit beruht und voll von Rätseln ist. Als ich das Buch gelesen habe, hat es mich verwirrt, zum Nachdenken angeregt und gleichzeitig begeistert, als hätte ich jetzt unglaubliches Wissen. Mehr will ich gar nicht sagen, lest es einfach selbst, dann wisst ihr, was ich meine.
Die Saga von Osten Ard von Tad Williams besteht aus vier Büchern, die den Leser in eine Welt von Trollen, Rittern, Drachen und Elfen entführen. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern dieser Art, hat der Autor nicht einfach den Herr der Ringe kopiert, sondern seine eigene Welt erschaffen. In dieser Welt herrschten einst die Sithi, doch dann kamen die Menschen und vertrieben das schöne Volk. Die meisten Sithi haben sich daraufhin friedlich zurückgezogen, doch ein paar sind auf Rache aus – sie nennen sich Nornen. Simon Mondkalb ist ein Küchenjunge, doch er wird mitten in den Anfang eines Krieges hineingeboren, in dem sich Brüder gegen Brüder wenden und Sithi gegen Nornen. Die vier Bände sind sehr spannend, voll von Phantasie und unglaublich lang. Unter 800 Seiten hat Tad Williams keinen Schlussstrich gezogen und so kommt man insgesamt auf geschätzte 2500 Seiten. Doch das Lesen lohnt sich für alle Fantasy-Fans und die, die es Leid sind, dass die meisten dieser Bücher eine schlechte Version des Herrn der Ringe sind.
Das letzte Buch, das ich erwähnen möchte, ist Pucks Traum von Susan Cooper. Es handelt von einem Jungen, der mit seiner Schauspielgruppe Shakespeares “Sommernachtstraum” aufführen soll. Doch kurz vor dem Auftritt bekommt er schlimmes Fieber und als er erwacht, befindet er sich nicht mehr im England der Gegenwart, sondern im England von 1599. Auch hier soll er den Sommernachtstraum aufführen, doch dieses Mal steht Shakespeare mit ihm zusammen auf der Bühne…
Der Autorin gelingt es, dem jugendlichen Leser das “öde Zeuch” von Shakespeare näher zu bringen, ohne dass man auch nur an das Wort “Langeweile” denken könnte. Ich denke aber auch, dass Erwachsene das Buch genauso wie Jugendliche lesen können (ich selbst habe es mit 14 gelesen).
| Titel | Autor |
| Die Säulen der Erde | Ken Follet |
| Die Letzten ihrer Art | Douglas Adams/Mark Carwardine |
| Ein Mann ein Buch | Eduard Augustin/Philipp von Keisenberg/Christian Zaschke |
| Der kleine Hobbit | John Ronald Reuel Tolkien |
| Kalter Grund | Eva Reichmann |
| Ich knall euch ab | Morton Rhue |
| Sakrilek | Dan Brown |
| Die Türme des Februar | Tonke Dragt |
| Die Saga von Osten Ard | Tad Williams |
| Pucks Traum | Susan Cooper |
Das waren die zehn Bücher, die mir unter all den Papier-Juwelen als erstes eingefallen sind. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich über mehr Bücher geschrieben, aber zehn war die Vorgabe und mehr wäre bei so vielen Teilnehmern auch sinnlos gewesen. Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen inspirieren konnte und wünsche viel Spaß beim Lesen!
6 Kommentare
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Gut, alles wo Douglas Adams draufsteht, das könnte ich nur unterschreiben. Besonders natürlich Die Letzten Ihrer Art, was häufig neben dem Anhalter total verkannt wird. Tolkien, ok, schreibt langweilig, Mittelerde ist aber als Ganzes ein tolles Werk. Morton Rhue hat es sogar geschafft ein Buch zu schreiben, dessen Verfilmung nicht total schrecklich ist (Tolkien ja auch), aber dafür kann er ja nix.
Aber: Sakrileg? Hallo? Sakrileg war Illuminati mit veränderten Ortsnamen. Dan Brown covert Dan Brown. Sozusagen. Und das auch noch schlecht. Illuminati ftw!
Wenn ich müßig bin werd ich mich vielleicht auch mal an so eine Liste setzen.
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Komisch, das gleiche hat mein Bruder über Illuminati auch schon gesagt :razz: …ich glaube, das lese ich auch Mal.
Pings
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[...] Sockenblog [...]
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Marcel fragt im Read It! – Blog nach einer “Liste der 10 Bücher, die man gelesen haben muss”. Eine schwierige Sache, da sich eine solche Aufzählung im Laufe der Zeit schnell ändert. Und was heißt in diesem Zusammenhang schon “muss”. Aber da die…




Vielen dank für deinen ausführlichen Beitrag :)