Der Fall Hegemann: eine Richtigstellung am Rande
In der aktuellen Ausgabe der Abiturienten-Zeitschrift “Unicum” gibt es auf Seite vier einen kleinen Seitenkasten mit “In” und “Outs” der letzten Monate. Der dritte “In”-Punkt ist “Axolotl Roadkill”, der Debütroman von Helene Hegemann. Das Buch ist jedoch auch in der “Out”-Liste zu finden – nicht sehr logisch, doch darum soll es hier nicht gehen. Viel wichtiger für mich ist die Begründung dafür, dass das Buch out sei, die da lautet:
Helene Hegemann hat einige ihrer Passagen ihres gehypten Buches aus einem Blog namens “Gefühlskonserve” abgeschrieben. File-Sharing as its worst.
Ganz abgesehen davon, dass ich die Kopie von Textabschnitten nicht als Filesharing bezeichnen würde, und ganz abgesehen davon, dass das Magazin Hegemanns Buch selbst hypt, in dem es den Titel als “In” ansieht. Ganz abgesehen von diesen Umständen muss man eine weitere Sache deutlich hervorheben: Helene Hegemann hat in keiner Weise von dem Blog Gefuehlskonserve.de abgeschrieben. Dessen Autor Deef Pirmasens ist lediglich derjenige gewesen, der den Fall Hegemann und ihre abgeschriebenen Passagen aus dem Blog airen.wordpress.com bzw. dem Buch “STROBO” des Bloggers Airen publik gemacht hat.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir in einem Magazin für Abiturienten etwas mehr Recherche gewünscht hätte. Nach diesem kleinen Ausschnitt jedenfalls sehe ich meine Annahme, dass diese Heftchen so sinnvoll sind wie fünf linke Schuhe, wieder einmal mehr als bestätigt. Natürlich erwarte ich in diesen Dingern keinen erstklassigen Journalismus, aber einen einfachen Sachverhalt fehlerfrei rüberzubringen, das sollte normalerweise kein Problem darstellen.
Angelika Express macht Dich zum MTV-Star!
Die Kölner Gruppe Angelika Express hat ihr neuestes Projekt an den Start gebracht, das wieder einmal mithilfe des Internets umgesetzt werden soll. Dieses Mal geht es aber nicht um eine Mitfinanzierung, sondern um eine andere Art von Leistung, die im folgenden Video beschrieben wird. weiterlesen… »
Projekt 42: Salz
Ich stehe auf, reibe mir die Augen. Versuche das Salz herauszureiben, es von meinen Augäpfeln zu wischen und für immer los zu werden. Immer mehr reibe ich und verteile die kleinen Körnchen auf der Hornhaut. Es brennt wie Hölle. Oder wie viele kleine Messerstiche, die mein Augenlicht langsam aber sicher ins Jenseits befördern, es erstechen und nicht mehr zurück kommen lassen.
Ich beginne zu laufen, renne einfach los und sehe nur verschwommen. Weiche fremden Gegenständen aus und weiß nicht, ob es Autos, oder doch nur Mülltonnen sind. Angst kommt in mir hoch, macht mich rasend und ich laufe schneller. So schnell wie der Wind, der mir durch das Gesicht bläst, aber die kleinen Körnchen nicht mit sich nimmt, sondern nur noch tiefer in die hintersten Ecken meiner Augen drückt. Das Brennen wird stärker, nimmt mit jedem Herzschlag zu, wächst wie ein gigantischer Luftballon, der jeden Augenblick platzen muss. Doch es platzt nichts, es brennt.
Und dann bleibe ich stehen. Verzweifelt bleibe ich stehen, spüre meinen schnellen Atem, den unruhigen Herzschlag. Und fange an zu weinen. Langsam rollen die Tränen meine Wangen hinunter, eine nach der anderen. Sie wandern über meine Zunge, schmecken nach Salz. Nach viel Salz. Meine Augen werden frei, die Sicht wird wieder klar. Das Brennen lässt nach, was für eine Erleichterung. Und plötzlich, ganz plötzlich fange ich an zu lachen.
Mein Beitrag zum aktuellen Projekt 42 mit dem Schlagwort “Salz”.
Gedanken zum Tod
Vorwort: Ein kleiner Text zu einem Thema, das mich zur Zeit sehr beschäftigt. Das vielleicht jeden irgendwann beschäftigt und von dem man nicht lassen kann. Ein Thema, das Angst macht.
Gedanken zum Tod
Der Mensch ist sterblich. Er muss sterben, wann auch immer, einfach sterben und dann? Vielleicht ist es aus. Vielleicht ist es aus, man ist raus, für immer draussen aus dem Leben und hat keine Sorgen mehr. Ist einfach draussen, ohne Erkenntnis, ohne Gedanken, ohne zu schwanken und ohne zu sein. Für die anderen ist man dann gewesen, bloße Vergangenheit und für sich selbst ist man nicht. Ist nicht. Wie ist es, nicht zu sein? Ein Schlaf, der endlose Schlaf, endgültig und aus? Die letzte Ruhe, doch ruhelos, weil nicht ruhen kann, was nicht ist? Das große Finale, ohne Zurück, doch wenn es soweit ist, stört es nicht?
Ja, wenn es soweit ist, stört es nicht. Es ist egal, ob es aus ist, denn es ist nicht aus. Es ist einfach nicht. Nichts. Vielleicht ist der Tod nicht das Problem. Nicht der Tod, nicht das Nichtsein, sondern das Sein. Obwohl: keiner von uns war immer. Alle sind wir neu hier, neu und wissen all zu gut, wie es ist, nicht zu sein. Denn wir waren nicht. Waren ewig nicht und werden ewig nicht sein. Wir werden gehen, wie wir gekommen sind, ein jeder von uns, und am Ende wird es keine Fragen mehr geben. Keine Fragen mehr, denn die einzige Frage wird beantwortet werden, in dem sie nicht beantwortet wird.
Und dann stellt sich die Frage: was ist besser? Diese Endlichkeit, oder die Unendlichkeit, die oft gepredigt wird? Begreifen kann man beides nicht. Nur, vielleicht muss man nicht begreifen. Muss nicht begreifen, weil nicht begriffen werden kann und dann muss man nicht sterben. Man kann sterben. Oder darf sterben?
Sterben dürfen, das wäre schön. Nicht mit zehn bei einem Autounfall und nicht mit 50 an Krebs. Nicht mit 20 am Blitzschlag und nicht mit 40 an Aids. Nicht mit 15 beim Amoklauf und nicht mit 25 bei einer Messerstecherei. Nicht mit 35 bei einem Flugzeugabsturz und nicht mit 45 bei einer Gasexplosion. Sondern dann, wenn man bereit ist. Fertig auf Erden, alles geregelt, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Ruhig, ganz ruhig und zufrieden, mit dem Wissen, nicht alles getan zu haben, aber doch am Leben gewesen zu sein. Ja mit dem Wissen, gelebt zu haben.
Ziiro-Review: Need for Speed – Pro Street
Vorwort: Aufmerksamen Lesern wird vielleicht bekannt sein, dass meine richtige Bloggerkarriere nicht hier, sondern auf ziiro.com (ehemals WiiAreFree) begonnen hat. In Erinnerung an diese Zeit, in der ich wirklich einiges gelernt habe (nicht nur in Sachen Schreiben, sondern auch im Bezug auf WordPress, Computerspiele, das Internet, Recherchen, und vieles mehr) möchte ich jetzt hin und wieder einen meiner alten Artikel hier veröffentlichen. Denn leider kann man sich die ziiro-Beiträge online nirgends mehr ansehen, ich habe jedoch die Datenbank der Seite von Günn bekommen und so kann ich die Artikel, die mir wichtig sind, einen nach dem anderen heraus filtern.
Zu den Beiträgen sei gesagt, dass ich sie in keiner Weise verbessert habe. Das sind genau die Beiträge, die vor zwei Jahren erschienen sind, mit den gleichen Satzzeichenfehlern, Wiederholungen, … nur die Bilder fehlen.
Review: Need for Speed – Pro Street
Wieder einmal geht es um das Problem der Dritthersteller, vernünftige Spiele auf Nintendos neue Konsole zu bringen. Speziell geht es jetzt aber um einen bestimmten Dritthersteller und ein bestimmtes Spiel, nämlich das von EA veröffentlichte Need for Speed: Pro Street. ElectronicArts, kommt euch bei diesem Namen auch schon das Abendessen hoch?! Eigentlich wollte ich eine richtige, ausführliche Review zu Need for Speed: Pro Street schreiben, aber dabei hatte ich ein Problem. Ich habe einfach nicht lang genug durchgehalten und kann somit unmöglich ein richtiges Urteil fällen. Was ich hingegen tun kann ist beschreiben, was für einen Eindruck die ersten Stunden des Spiels auf mich gemacht haben. weiterlesen… »
Filmgedicht #4
Nachdem ich das Filmgedicht jetzt wochenlang habe schleifen lasse, dachte ich mir heute, es wäre doch mal wieder an der Zeit. Dabei habe ich mich dieses Mal ausnahmsweise eines kleinen Hilfsmittels innerhalb des Gedicht bedient und ein Wort optisch hervorgehoben, damit die erste Zeile etwas leichter wird.
Das finstere Grinsen schenkt nur Hohn,
Ein Löwe fällt von seinem Thron,
Gott ist eine Frau in Silber,
Plötzlich bewegen sich die Bilder.
Zwei Filme dürften ganz leicht zu erraten sein, bei den anderen beiden bin ich gespannt – aber vermutlich kommt es eh wieder anders und am Ende errät niemand den leichtesten Titel.
Lösung:
1. ungelöst
2. Der König der Löwen | gelöst von cimddwc
3. Dogma | gelöst von Henry
4. ungelöst
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Stöckchen: Die 100 erfolgreichsten Filme und welche davon ich sah
Bei Konna habe ich dieses Stöckchen eingesammelt, in dem die 100 erfolgreichsten Filme aufgelistet werden, wobei man als Teilnehmer alle markiert, die man schon gesehen hat. Wie Konna und Julia habe auch ich noch ergänzt, auf welchem Medium ich den jeweiligen Film zuerst gesehen habe.
Ich bin selbst ein wenig überrascht, dass ich so viel von diesem Kram wirklich schon geschaut habe, auch wenn ich wohl einer der wenigen bin, die weder einen Teil von Indiana Jones, noch von Star Wars gesehen haben. Im Gegensatz dazu habe ich mit Harry Potter wenigstens angefangen, aber nachdem mich auch der vierte Teil enttäuscht hatte (ich fand die Teile 1-3 schon ziemlich schwach), habe ich mich aus der Welt der Zauberer verabschiedet. weiterlesen… »
Uns gibt es auch da drüben (eine Idee)
Die da draußen haben doch keine Ahnung von uns. Von uns, unseren Blogs, Twitter und unserem Little Big Planet, der da heißt Internet. Was wissen die schon von WordPress, Netzsperren, iPhones und lastfm? Das ist nicht die Welt von denen da draußen und es wird sie auch nie sein. Aber wieso nicht?
Meine Generation ist eine der ersten, die richtig stark mit dem Internet aufgewachsen ist. Im Alter von neun Jahren war ich das erste Mal alleine im World Wide Web unterwegs und heute ist es für mich verdammt schwer vorstellbar, dass es auch ein Leben ohne das Netz geben könnte. Trotzdem gibt es auch viele Jugendliche in meinem Alter, die mit dem Internet nicht viel anfangen können. Junge Menschen, denen Facebook und YouTube zu kompliziert sind, und die das Wort “Blogosphäre” noch nicht einmal im Fernsehen gehört haben. Ja, diese Jugendlichen gibt es, wobei es unter älteren Menschen noch viel mehr von denjenigen gibt, die sich von dieser “neuartigen Art des Fernsehens” fernhalten. weiterlesen… »
Kurzfilm: The Butterfly Circus
“Mir geht es beschissen!”, hört man Tag ein Tag aus, im Fernsehen, im Radio, von Freunden und Bekannten. Auch in sich selbst immer und immer wieder. Man ärgert sich, fühlt sich schlecht und sieht schon die ganze Welt untergehen. Alles läuft daneben, aber eben nicht für immer. Das tut es in den wenigsten Fällen, was man in einem solchem Moment natürlich nicht wahr haben möchte, vielleicht auch nicht kann.
Der folgende Kurzfilm trägt den Titel “The Butterfly Circus” und handelt von einem Menschen, der wirklich mehr Glück hätte haben können, aber der am Ende doch das beste aus dem macht, was ihm gegeben ist. Ich habe mir nach dem Film die Webseite des australischen Schauspielers angeschaut und dort einiges über Gott gelesen. Nick Vujicic meint, dass er einen Sinn darin sehe, so zu leben. Er denkt, dass Gott mit Menschen wie ihm anderen Menschen zeigen will, dass das Leben immer lebenswert ist. Nun, ich glaube nicht an Gott, aber ich glaube daran, dass diese Art des Glaubens, von der Nick da redet, wirklich gut ist. Ein Glauben, der unterstützt und der einem Hoffnung macht, und wenn Menschen so einen Glauben in sich tragen, dann finde ich das gut. Das muss ich auch als Nichtgläubiger einfach mal so sagen. weiterlesen… »







