Geschichten, die das Leben schreibt
Vor der Imbissbude. Ein schwarzer Mercedes kommt angefahren und hält in einigem Abstand. Der Beifahrer – ein älterer Herr – steigt aus und geht zum Stand, um sich ein halbes Hähnchen zu kaufen. Er bekommt sein halbes Hähnchen in einer kleinen weißen Tüte, zahlt und geht zurück zum Auto. Statt einzusteigen öffnet er jedoch den Kofferraum. Der Kofferraum ist leer. Vollkommen leer. Der Mann legt das halbe Händchen Hähnchen behutsam exakt in die Mitte des Kofferraums, schließt selbigen vorsichtig und setzt sich danach wieder auf den Beifahrersitz. Daraufhin fährt der schwarze Mercedes, in dessen Kofferraum sich jetzt einzig und allein ein halbes Hähnchen befindet, weiter. Und zurück bleiben fünf Jugendliche mit offenen Mündern.
Und jeder weiß es besser…
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| Loveparade 2010 (Foto: Globovisión) |
Bei der diesjährigen Loveparade in Duisburg sind 21 Menschen ums Leben gekommen und seitdem wird überall nach den Verantwortlichen gesucht. Viele Zeitungen wollen sie kennen, viele Nachrichtensender ebenfalls. Und auch ein Teil der Bevölkerung scheint sich ganz sicher zu sein, bei wem die Schuld zu suchen ist. Bei der Polizei, heißt es. Und bei den Veranstaltern. Bei der Stadt und bei den Teilnehmern. Jeder weiß es besser, allen voran – wie immer – die BILD-Zeitung, die in ihrer gestrigen Ausgabe wieder einmal gekonnt die Rechte der Verstorbenen ignorierte und einige der Toten unzensiert auf dem Titelblatt zeigte. Eine kritische Meinung hierzu gibt es auf taz.de. (weiter)
Die Deutsche Post im Internet
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| Endlich! Ein Briefkasten! (© Grafik: karikatur-cartoon.de) |
Immer weniger Leute schreiben Briefe. Ich selbst auch. Früher habe ich regelmäßig Briefe oder Postkarten an Verwandte oder weiter weg lebende Freunde geschrieben, heute schreibe ich Mails, kommentiere Status auf Facebook, rufe andere über Skype an oder nutze ICQ und MSN. Alles über das Internet, alles schnell und einfach. Einen einzigen Nachteil hat das meiner Ansicht nach: Die persönliche Note einer handgeschriebenen Nachricht entfällt. Folglich kommt es in Ausnahmefällen auch noch vor, dass ich auf das veraltete Briefeschreiben zurückgreife, aber bei diesen Einzelfällen bleibt es dann auch. (weiter)
Oh Herr, scheiß Hirn vom Himmel!
Es folgt ein arroganter und aggressiver Aufreger. Entschuldigungen für die zahlreichen Beschimpfungen gibt es nur auf Anfrage.
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Fröhlich surfe ich durch das Internet, schaue mir lustige YouTube-Videos an, lese ein paar Zeitungsartikel und chatte nebenher. Fröhlich, bis plötzlich die finstere Seite des Netzes aufzieht. Der Himmel wird dunkel, es beginnt zu stürmen und mir läuft ein Schauer den Rücken hinunter. Kurz darauf ist alles wieder hell und ich werde aggressiv. Ich schmeiße meine Tastatur mit voller Wucht gegen den Monitor, der vom Tisch fällt und auf den Boden knallt. Dann nehme ich den Rechner, reiße den Stecker heraus, renne zum Fenster und schleudere den Kasten hinaus auf die Straße. Nach ein paar Faustschlägen gegen die Tür – sie zerbricht, wie sollte es auch anders sein – beruhige ich mich wieder und atme tief ein und aus. (weiter)
GSC2010 – ein kleiner Rückblick
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| GSC2010 (Grafik: Konna) |
Der Gedankendeponie Song Contest – die Antwort der deutschsprachigen Blogosphäre auf den Eurovision Song Contest – ist zu Ende, die Ergebnisse stehen fest. Gewonnen hat – wie zu erwarten war – das wunderschöne Lied von Lisa Hannigan: I don’t know. Ins Rennen geschickt wurde es von Julia als Vertreterin von Irland – Gratulation nochmal von meiner Seite für den Sieg, ich finde das Lied einfach nur toll und habe dem Titel selbst auch ganze 10 Punkte zugeschoben. Auf den ersten Platz hat es bei mir jedoch ein ganz anderer Teilnehmer geschafft, der im Hauptfeld leider kaum Zuspruch gefunden hat. (weiter)
Projekt 42: Geist
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Nachdem ich die letzte Runde des Projekt 42 verpasst habe, bin ich nun wieder mit am Start und gebe meinen Senf zum Stichwort “Geist” dazu. Und mal ganz ehrlich: Was bleibt mir anderes übrig, als in einem Projekt mit der Nummer 42 und dem Thema “Geist” über den Pangalaktischen Donnergurgler zu schreiben? Eben.
Der Pangalaktische Donnergurgler ist der beste Drink, den es überhaupt gibt. Trinkt man ihn Freitag Abends, kann man nicht erwarten, am Montag Morgen (drei Jahre später, versteht sich) pünktlich zur Arbeit zu kommen. Er bombt den härtesten Trinker direkt ins Nirwana, oder um es mit den Worten von Douglas Adams zu sagen: Man fühlt sich, “als werde einem mit einem riesigen Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen.” Aber was hat der Pangalaktische Donnergurgler mit dem Thema “Geist” zu tun? Nun, Adams-Kenner sind wie immer einen Schritt voraus und wissen: Eine der Hauptzutaten für das Getränk ist eine alte Flasche Janx-Geist. (weiter)
Zum Thema Gleichberechtigung
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| Gleichberechtigung (Foto: Mazoe28) |
Immer wieder gibt es Gruppierungen die fordern, dass Frauen und Männer überall gleichermaßen vertreten sein müssten. In den Vorständen großer Unternehmen. In Regierungen. In Kegelclubs. Auch das neue Kabinett von Hannelore Krafts Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen besteht aus sechs Männern und sechs Frauen. Gleichstand also. Blöder, sturer, veralteter Gleichstand.
Es gab eine Zeit, vor meiner Geburt, da mussten Frauen für ihre Rechte kämpfen. Und ja, in vielen Themenbereichen müssen sie das heute noch und es ist gut, dass sie es weiterhin tun und nicht nur zuschauen. In Sachen Bezahlung zum Beispiel. Es kann nicht angehen, dass eine Frau für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommt, als ein Mann. Das ist eine Sauerei und es hat sich in Zukunft zu ändern. Die Gleichberechtigung muss her und genau das ist der Punkt: Gleichberechtigung. (weiter)
Karikaturist/Cartoonist gesucht
Du bist jung, schön, weiblich, vollbusig und hast Lust auf ein großes Abenteuer? Dann hilft mir das nicht viel. Du bist nett, begabt mit dem Stift, hast gute Ideen, einen ausgeprägten Sinn für Humor und bist regelmäßig und oft online? Dann suche ich vielleicht genau dich!
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Ich suche jemanden, der passend zu meinen Beiträgen kleine Cartoons bzw. Karikaturen zeichnen möchte. Oft habe ich selbst Ideen für solche Zeichnungen, aber da ich leider zwei rechte* Hände habe, wenn es ums Zeichnen geht, bleiben diese Ideen dann meist ohne jegliche Umsetzung. Das finde ich schade und deshalb sehe ich mich zur Zeit nach jemandem um, der mir dabei helfen möchte. Ich sage aber gleich im Voraus: Es ist kein guter Job. Es gibt keine Bezahlung. Es gibt keine Geschenke. Es gibt keinen Weltruhm. Es gibt lediglich eure Bilder in meinen Beiträgen und einen Link von mir auf eure Webseite, falls ihr eine habt.
Du hast Lust für das Sockenblog zu zeichnen? Dann melde dich einfach bei mir. Du kennst jemanden, der eventuell Lust hat für das Sockenblog zu zeichnen? Dann melde dich bei ihm. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und schönen Sonntag noch :)
*ich bin Linkshänder ;)
SSV Ulm gegen Hertha BSC Berlin – Spielbericht
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| Eintrittskarte: Ulm gegen Berlin |
Gestern gab es – wieder mal – ein Testspiel zwischen dem SSV Ulm und Hertha BSC im Donaustadion. Mit dem Unterschied, dass die Hertha jetzt in Liga 2 spielt und deshalb in den vergangenen Wochen einige Stammspieler verloren hat. Am schwersten trifft die Mannschaft vermutlich der Weggang von Nationalspieler Arne Friedrich, der bei der diesjährigen WM auf eine Art aufgespielt hat, die niemand so wirklich erwartet hätte. Friedrich als Stütze eines Nationalteams – damit hatte wohl kaum jemand gerechnet. Doch solche Verluste sind normal im Fußball, sie gehören dazu. Toll ist es aber natürlich auch, wenn einige wichtige Stammkräfte trotz Abstieg bleiben. So kann das Team um den neuen Trainer Markus Babbel sich unter anderem über das Bleiben von Spielern wie Fabian Lustenberger, Raffael, Patrick Ebert, Kaká und Pal Dardai (in Berlin seit sage und schreibe 14 (!) Jahren) freuen. (weiter)











